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Markt & Recht·08. Oktober 2026·8 Min. Lesezeit

PV-Anfragen bis Jahresende 2026 sichern: Das EEG-2027-Fenster als Verkaufs-Hook

Ab 2027 soll die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen entfallen. So nutzt du den Torschluss-Effekt bis Dezember 2026 für planbar mehr PV-Anfragen.

PV-Anfragen bis Jahresende 2026 sichern: Das EEG-2027-Fenster als Verkaufs-Hook

Das schließende Förderfenster bis zum 31. Dezember 2026 ist die stärkste Verkaufschance, die dein PV-Fachbetrieb dieses Jahr bekommt. Nach dem am 29. Juli 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste, 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen zum 1. Januar 2027 entfallen und durch eine befristete Übergangszahlung plus Direktvermarktung ersetzt werden. Entscheidend für deine Kunden ist das Datum der Inbetriebnahme, nicht Bestellung oder Montage. Genau dieser Stichtag ist dein Hook: Wer jetzt richtig kommuniziert und seinen Anfragenfluss hochfährt, macht die letzten Monate 2026 zum Umsatzjahr.


Was ändert sich 2027 wirklich bei der Einspeisevergütung?

Ab 2027 soll es für neue PV-Kleinanlagen keine feste 20-Jahres-Vergütung mehr geben, sondern nur noch eine befristete Übergangszahlung, danach Direktvermarktung. Das ist der Kern des Hooks, den du deinen Kunden erklären musst.

Konkret sieht der Kabinettsentwurf vor: <cite index="8-5">Die feste 20-jährige Einspeisevergütung für neue PV-Kleinanlagen bis 25 kWp wird ab 2027 nach einer dreijährigen Übergangsfrist durch die Direktvermarktung ersetzt.</cite> Statt der gewohnten festen Sätze gilt eine Übergangslogik: <cite index="2-13">Stattdessen ist zunächst eine auf maximal 36 Monate befristete Übergangszahlung von 5,2 Cent pro Kilowattstunde vorgesehen.</cite>

Die Leistungsgrenzen für diese Übergangszahlung werden außerdem von Jahr zu Jahr enger. <cite index="7-9,7-10">Sie soll für Anlagen mit einer Leistung von weniger als 50 Kilowatt gelten, die bis 2027 in Betrieb gehen. Für die Inbetriebnahme in 2028 sinkt die Leistungsgrenze auf weniger als 25 Kilowatt, für 2029 auf unter 7 Kilowatt.</cite> Und: <cite index="7-12,7-13">Mit der Reform soll auch die noch geltende Option der Volleinspeisung entfallen. Nur noch bis Ende des Jahres 2026 erhalten Betreiberinnen und Betreiber eine höhere Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen, der vollständig ins Netz eingespeist wird.</cite>

Für deine Beratung wichtig: Hinter der Reform steht kein politisches Wunschdenken, sondern eine beihilferechtliche Frist. <cite index="5-18,5-19">Die Einspeisevergütung ist nur noch bis Ende 2026 von der EU beihilferechtlich genehmigt. Deswegen muss eine EEG-Reform her, die eine Anschlussregelung für 2027 schafft.</cite> Das macht den Stichtag glaubwürdig und damit zum sauberen Verkaufsargument, nicht zur Angstmache.


Warum ist das für Bestandskunden kein Thema, für Neukunden aber entscheidend?

Bestandsanlagen bleiben geschützt, die Reform trifft ausschließlich Neuanlagen. Das ist die Trennlinie, an der sich deine Zielgruppe entscheidet.

<cite index="10-20,10-21">Bestandsanlagen sind geschützt und behalten ihre zugesicherte Förderung für die gesamte Laufzeit. Die neue Regel gilt ausschließlich für Neuanlagen.</cite> Für den Verkauf heißt das: Jeder Interessent, der 2026 noch nicht abgeschlossen hat, hat ein echtes, zeitlich begrenztes Motiv zu handeln. <cite index="8-10">Wer seine PV-Anlage bis Ende 2026 in Betrieb nimmt, erhält die zugesagte Einspeisevergütung über die volle Laufzeit von 20 Jahren.</cite>

Der häufigste Beratungsfehler liegt beim Stichtag selbst. <cite index="3-20">Entscheidend ist das Datum der Inbetriebnahme: Bestellung, Lieferung oder Montage im Jahr 2026 reichen nicht aus, wenn die PV-Anlage erst 2027 in Betrieb geht.</cite> Für dich als Fachbetrieb bedeutet das: Deine Montage- und Netzanschlusskapazität für die letzten Wochen 2026 ist ein knappes Gut. Umso wichtiger, dass du nur so viele neue Anfragen reinlässt, wie du bis zum Stichtag auch realistisch anschließen kannst.

Der Stichtag verkauft für dich. Deine Aufgabe ist nicht Überzeugungsarbeit, sondern genug qualifizierte Anfragen rechtzeitig vor dem Jahresende auf den Tisch zu bekommen.


Anlage 2026 vs. 2027: der direkte Vergleich für deine Beratung

Der folgende Vergleich zeigt, warum der Abschluss 2026 für deine Kunden nach aktuellem Entwurf planbarer und wertvoller ist. Nutze ihn als Gesprächsleitfaden im Verkaufstermin.

KriteriumInbetriebnahme bis 31.12.2026Inbetriebnahme ab 01.01.2027 (geplant)
VergütungsmodellFeste EinspeisevergütungBefristete Übergangszahlung, dann Direktvermarktung
Vergütungsdauer20 Jahre garantiertHöchstens 36 Monate Übergangszahlung
Startsatz Teileinspeisung bis 10 kWp7,70 ct/kWh5,2 ct/kWh (Übergang)
VolleinspeisungHöherer Satz möglichOption soll entfallen
Leistungsgrenze Förderungbis 100 kW nach bisherigem Recht2027 unter 50 kW, 2028 unter 25 kW, 2029 unter 7 kW
PlanungssicherheitHoch, fester Satz über 20 JahreGering, Direktvermarktung ab Jahr 4

Zur Einordnung der aktuellen Sätze: <cite index="13-13">Seit dem 1. August 2026 beträgt die Einspeisevergütung für Teileinspeisung bis 10 kWp 7,70 ct/kWh; zuvor waren es seit Februar 2026 7,78 ct/kWh.</cite> Der neue Übergangsstartwert liegt deutlich darunter: <cite index="7-8">Vorgesehen ist eine auf maximal 36 Monate befristete Übergangszahlung von zunächst 5,2 Cent pro Kilowattstunde.</cite>


Für wen lohnt sich der Torschluss-Hook am meisten?

Am stärksten wirkt der Hook bei unentschlossenen Interessenten mit konkretem Dachprojekt, die seit Monaten zögern. Der Stichtag gibt ihnen den fehlenden Anlass.

Drei Zielgruppen solltest du jetzt priorisiert ansprechen:

  1. 1Angebotsleichen aus 2025 und 2026. Interessenten, die ein Angebot haben, aber nicht abgeschlossen haben. Der Stichtag ist der perfekte Reaktivierungsgrund. Ein Anruf mit dem Hinweis auf das schließende Fenster holt viele zurück.
  2. 2Eigenheimbesitzer mit Sanierungsabsicht. Wer ohnehin plant, entscheidet jetzt schneller, weil 2027 nach Entwurf schlechter aussieht.
  3. 3Gewerbekunden mit mittleren Dächern. Hier zählt die Leistungsgrenze besonders, weil sie ab 2028 deutlich enger wird.

Wichtig für die Kapazitätsplanung: Der Hook erzeugt eine Nachfragespitze, die viele Betriebe überrollt. Mehr Anfragen helfen nur, wenn du sie in der verbleibenden Zeit auch abarbeiten kannst. Deshalb setzen erfahrene Betriebe auf exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen statt auf geteilte Leadportal-Kontakte, die mehrfach verkauft werden.


Wie machst du daraus planbare Anfragen statt Zufall?

Du machst daraus planbare Anfragen, indem du die Torschluss-Botschaft aktiv in bezahlte Werbung und gezielte Reaktivierung bringst, statt auf organischen Zufall zu warten. Der Stichtag erledigt die Dringlichkeit, dein System erledigt die Menge.

So gehst du konkret vor:

  • Werbeanzeigen mit klarer Deadline-Botschaft. Die Kernbotschaft ist einfach: 20 Jahre feste Vergütung nur noch bei Inbetriebnahme bis Ende 2026. Diese Dringlichkeit senkt die Kosten pro Anfrage, weil die Entscheidung leichter fällt.
  • Vorqualifizierung vor dem Vor-Ort-Termin. Gerade in der Jahresend-Spitze darfst du keine Zeit mit unpassenden Anfragen verlieren. Telefonische Vorqualifizierung filtert Budget, Dach und Zeitfenster vorab.
  • Reaktivierung deiner Bestandsliste. Alte Angebote systematisch anrufen. Das ist die günstigste Anfragenquelle, die du hast.
  • Kapazität ehrlich einplanen. Nimm nur so viele Projekte an, wie du vor dem Stichtag anschließen kannst. Überbuchung kostet Reputation.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen von Fachbetrieben, die ihre Terminpipeline planbar gefüllt haben.


Was kostet dich das, und was bringt es? Ein Rechenbeispiel

Die Investition in Werbung lohnt sich, wenn der Deckungsbeitrag pro Abschluss die Anfragenkosten deutlich übersteigt. Das ist bei PV-Projekten in der Regel klar der Fall.

Beispielrechnung (rein illustrativ, keine garantierten Werte): Angenommen, du investierst in einem Monat ein festes Werbebudget und erhältst daraus eine bestimmte Zahl vorqualifizierter Anfragen. Wenn davon ein realistischer Anteil zum Vor-Ort-Termin und davon wiederum ein Anteil zum Abschluss wird, entscheidet allein dein durchschnittlicher Deckungsbeitrag pro Anlage über die Rentabilität. Bei den üblichen Projektgrößen im Eigenheim- und Gewerbesegment reicht meist schon ein einziger zusätzlicher Abschluss, um das Monatsbudget zu decken. Jeder weitere Abschluss ist Gewinn.

Dieses Beispiel ersetzt keine individuelle Kalkulation. Setze deine eigenen Zahlen ein, denn Abschlussquoten und Deckungsbeiträge unterscheiden sich je Betrieb und Region stark.

270+
betreute Fachbetriebe
2.000+
vermittelte Vor-Ort-Termine
180+
Kunden im DACH-Raum

Was tun, falls die Reform verschoben oder geändert wird?

Falls sich der Zeitplan ändert, bleibt dein Hook trotzdem valide, weil die Richtung politisch festgelegt ist und die EU-Frist feststeht. Du kommunizierst dann einfach den aktuellen Stand.

Die Degression läuft ohnehin unabhängig weiter. <cite index="5-1,5-2,5-3">Die Vergütung sinkt alle sechs Monate um jeweils ein Prozent gegenüber dem vorherigen Wert, immer am 1. Februar und am 1. August.</cite> Das heißt: Warten wird für deine Kunden selbst im besten Fall nicht günstiger. Und selbst Branchenportale, die neutral informieren, sind sich beim Kernpunkt einig: <cite index="11-8">Wer plant, noch von der heutigen festen EEG-Einspeisevergütung zu profitieren, muss die Anlage noch 2026 in Betrieb nehmen.</cite>

Behalte die Gesetzgebung im Blick und passe deine Werbebotschaft an, sobald Bundestag und Bundesrat entschieden haben. Transparenz über den jeweils aktuellen Stand ist dabei dein stärkstes Trust-Signal.


Das Zeitfenster bis Jahresende ist kurz, und jede Woche ohne volle Terminpipeline ist verschenkter Umsatz. Wenn du die letzten Monate 2026 zum stärksten Quartal deines Jahres machen willst, lass uns gemeinsam prüfen, wie viele vorqualifizierte PV-Anfragen dein Betrieb bis zum Stichtag realistisch abarbeiten kann. Vereinbare jetzt ein kostenloses Erstgespräch oder starte direkt mit dem Anfragen-Konfigurator, um deinen Bedarf zu validieren. Je früher du den Torschluss-Effekt nutzt, desto planbarer wird dein Jahresabschluss.

Häufige Fragen

Wann endet die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen?

Nach dem am 29. Juli 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen zum 1. Januar 2027 entfallen. Entscheidend ist das Datum der Inbetriebnahme. Der Entwurf ist noch kein geltendes Recht, Bundestag, Bundesrat und EU-Kommission müssen zustimmen.

Was gilt für Anlagen, die bis Ende 2026 in Betrieb gehen?

Wer seine PV-Anlage bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt, erhält nach bisheriger Regel die feste Einspeisevergütung über die volle Laufzeit von 20 Jahren. Maßgeblich ist die rechtlich wirksame Inbetriebnahme, nicht Bestellung, Lieferung oder Montage.

Was kommt ab 2027 statt der festen Einspeisevergütung?

Der Entwurf sieht eine auf maximal 36 Monate befristete Übergangszahlung von zunächst 5,2 Cent pro Kilowattstunde vor. Danach müssen Betreiber in die Direktvermarktung wechseln. Die Leistungsgrenzen sinken jährlich, 2027 gilt die Zahlung für Anlagen unter 50 kW, 2028 unter 25 kW, 2029 unter 7 kW.

Sind Bestandsanlagen von der EEG-Novelle 2027 betroffen?

Nein. Bestandsanlagen bleiben geschützt und behalten ihre zugesicherte Förderung über die gesamte Laufzeit. Die neue Regel gilt ausschließlich für Neuanlagen, die ab 2027 in Betrieb gehen.

Wie nutze ich den Stichtag als Fachbetrieb für mehr Anfragen?

Bring die Torschluss-Botschaft aktiv in Werbeanzeigen und reaktiviere alte Angebote telefonisch. Der Stichtag erzeugt Dringlichkeit und senkt die Kosten pro Anfrage. Plane deine Montage- und Netzanschlusskapazität ehrlich ein, denn das Argument bezieht sich auf die Inbetriebnahme bis Jahresende.

Lohnt sich eine PV-Anlage ab 2027 für Endkunden überhaupt noch?

Ja, aber die Wirtschaftlichkeit verschiebt sich zum Eigenverbrauch. Eine Photovoltaikanlage kann auch ohne feste Einspeisevergütung rentabel sein, weil jede selbst verbrauchte Kilowattstunde teuren Netzstrom ersetzt. Speicher und hoher Eigenverbrauch werden dadurch wichtiger.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.