Wärmepumpe oder Gasheizung? So gewinnst du nach dem GModG mehr Aufträge
Nach dem GEG/GModG entscheidet technologieoffene Beratung über Marge statt Preiskampf. So gewinnst du als Heizungsbetrieb mehr Aufträge statt Rabattdiskussionen.

Wärmepumpe oder Gasheizung ist nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG, in der Debatte auch GModG) keine ideologische Frage mehr, sondern eine Rechen- und Beratungsfrage. Für dich als Heizungsbetrieb heißt das: Du gewinnst nicht den Auftrag, der am billigsten ist, sondern den, bei dem du dem Eigentümer technologieoffen die für sein Gebäude wirtschaftlich beste Lösung zeigst. Wer früh die kommunale Wärmeplanung, Fristen und Förderung erklärt, führt das Gespräch weg vom Preis und hin zum Gesamtkonzept. Genau dort entstehen höhere Auftragswerte und weniger Rabattschlachten. Voraussetzung ist aber, dass du überhaupt mit entscheidungsbereiten Eigentümern sprichst und nicht mit Preisvergleichern.
Was sagt das GEG wirklich zu Wärmepumpe und Gasheizung?
Das GEG verbietet Gasheizungen nicht, es koppelt neue Heizungen an eine 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht mit Fristen. Für deine Beratung ist das die wichtigste Grundlage, weil die meisten Eigentümer die Regeln falsch oder gar nicht kennen.
Konkret: <cite index="10-2">Der Paragraf § 71 GEG legt fest, dass eine Heizungsanlage nur eingebaut und betrieben werden darf, wenn die bereitgestellte Wärme zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme erzeugt wird.</cite> Wichtig für das Beratungsgespräch: <cite index="14-13,14-14">Eine Pflicht zum Einbau einer Heizung, die mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energie nutzt, gilt nur, wenn eine neue Heizung eingebaut werden muss. Bestehende Heizungen dürfen weiter betrieben und auch repariert werden.</cite>
Die Fristen hängen an der kommunalen Wärmeplanung. <cite index="15-11,15-12,15-13">Grundsätzlich schreibt das GEG vor, dass die 65-Prozent-Regelung für neu eingebaute Heizungen in Bestandsgebäuden sowie Neubauten außerhalb von Neubaugebieten bei Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnenden nach dem 30. Juni 2026 und bei Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnenden nach dem 30. Juni 2028 verbindlich wird.</cite> Für dich im Verkauf ist entscheidend: <cite index="14-10,14-11">Die neuen Regelungen im GEG sind technologieoffen ausgestaltet. Wer auf 65 Prozent Erneuerbare Energie umsteigt, kann auf verschiedene pauschale Erfüllungsoptionen zurückgreifen.</cite>
Wer die Fristen und Erfüllungsoptionen erklären kann, bevor der Kunde googelt, besetzt die Rolle des Beraters. Und Berater diskutieren keine Rabatte.
Warum entscheidet gute Beratung über Marge statt Preiskampf?
Weil der Preiskampf nur dort entsteht, wo das Angebot vergleichbar wirkt. Ein technologieoffenes Konzept ist nicht vergleichbar, ein Kesseltausch zum Festpreis schon.
Der typische Fehler: Der Betrieb reagiert auf eine konkrete Anfrage ("Was kostet eine Wärmepumpe für mein Haus?") mit einer Zahl. Damit wird er zum austauschbaren Posten in einem Angebotsvergleich. Der bessere Weg ist, die Frage hinter der Frage zu beantworten: Welches System ist über 15 bis 20 Jahre wirtschaftlich, förderfähig und gesetzeskonform? Sobald du diese Ebene betrittst, verschiebt sich das Gespräch von "billiger als der Wettbewerber" zu "das richtige System für mein Gebäude".
Der Markt gibt dir dabei Rückenwind. <cite index="4-2">Das liegt nach Einschätzung des Wärmepumpen-Verbandes vor allem an einem stetig zunehmenden Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Technologie.</cite> Gleichzeitig ist die Gasheizung kein Auslaufmodell im Beratungsgespräch, sondern eine Option, die du sauber gegen die Wärmepumpe abwägen musst, inklusive CO2-Preisrisiko.
<cite index="1-5">Mit 299.000 verkauften Geräten und einem Marktanteil von 48 Prozent ist die Wärmepumpe erstmals das meistverkaufte Heizungssystem in Deutschland, noch vor Gas- und Ölheizungen.</cite> <cite index="4-5">Die KfW-Heizungsförderung wird nur im Bestand gewährt, wo mittlerweile knapp 80 Prozent des Absatzes von Wärmepumpen erzielt wird.</cite> Das heißt für dich: Der Bestand, also deine Kernkundschaft, ist der Wachstumstreiber.
Wärmepumpe oder Gasheizung: Die ehrliche Vergleichstabelle
Keine Technologie gewinnt pauschal. Die folgende Tabelle ist dein Gesprächsgerüst für das Erstgespräch, nicht eine Werbung für ein System.
| Kriterium | Wärmepumpe | Gasheizung (mit EE-Anteil) |
|---|---|---|
| GEG-Konformität ab Stichtag | erfüllt die 65-Prozent-Pflicht direkt | nur mit anrechenbarem erneuerbarem Anteil |
| Investition (Anschaffung) | höher | niedriger |
| Betriebskosten-Trend | planbarer, strompreisabhängig | CO2-Preisrisiko steigend |
| Förderfähigkeit (KfW) | hoch, v.a. im Bestand | eingeschränkt |
| Eignung Bestandsgebäude | gut bei passender Vorlauftemperatur | breit einsetzbar |
| Beratungsaufwand | höher (Hydraulik, Dämmung) | geringer |
| Auftragswert / Marge für dich | tendenziell höher | tendenziell niedriger |
Zur Einordnung der Technik: <cite index="4-7">Beim Blick auf die verschiedenen Wärmepumpen-Typen bleiben die Luft-Wasser-Wärmepumpen weiter die dominierenden Systeme mit 95 Prozent Marktanteil gegenüber Erdreich-Wärmepumpen.</cite> Für die allermeisten deiner Angebote ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe also der Ausgangspunkt.
Für wen lohnt sich welche Lösung im Bestand?
Faustregel für das Erstgespräch: Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur und je besser der Gebäudezustand, desto klarer die Wärmepumpe. Je größer der Sanierungsstau und das Budgetproblem, desto eher eine Übergangslösung mit erneuerbarem Anteil.
Diese Differenzierung ist dein eigentliches Verkaufsargument. Ein Betrieb, der jedem pauschal die Wärmepumpe verkaufen will, verliert den skeptischen Eigentümer. Ein Betrieb, der sagt "bei Ihrem Gebäude macht A Sinn, bei dem Ihres Nachbarn hätte ich B empfohlen", gewinnt ihn. Der Verband selbst widerlegt übrigens die These, Wärmepumpen taugten nur für Neubauten: <cite index="4-6">Sabel sieht dadurch auch bisweilen geäußerte Vorurteile entkräftet, dass die Technologie sich nur für bestimmte Gebäude eigne.</cite>
Rechenbeispiel (illustrativ, keine Garantie): Ein Einfamilienhaus-Eigentümer vergleicht ein Gas-Angebot zu 12.000 Euro mit einem Wärmepumpen-Konzept zu 28.000 Euro. Ohne Beratung sieht er 16.000 Euro Differenz und entscheidet nach Preis. Mit Beratung sieht er Förderung, CO2-Preisentwicklung über 20 Jahre und Gesetzeskonformität und entscheidet nach Gesamtkosten. In diesem zweiten Gespräch verkaufst du das höherwertige System, ohne über Rabatte zu reden. Die konkreten Zahlen variieren je Gebäude, das Prinzip bleibt.
Das eigentliche Problem: Mit wem du sprichst
Technologieoffene Beratung wirkt nur, wenn am Tisch ein entscheidungsbereiter Eigentümer sitzt. Das größte Margenproblem vieler Heizungsbetriebe ist nicht die fehlende Beratungskompetenz, sondern die falsche Anfragenqualität.
Wer über Preisvergleichsportale Anfragen bezieht, bekommt oft denselben Kontakt wie drei bis fünf andere Betriebe. Das Gespräch beginnt dann automatisch beim Preis, weil der Eigentümer weiß, dass parallel verglichen wird. Genau hier setzt der Unterschied zwischen geteilten Portal-Leads und exklusiven, vorqualifizierten Anfragen an. Bei Anfragenfluss bekommst du exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen, also Eigentümer, mit denen überhaupt erst eine technologieoffene Beratung möglich ist, statt eines Vierfach-Verteilers.
Dass die Nachfrage da ist, zeigt der Markt deutlich: <cite index="3-12,3-13,3-14">Im Gegensatz zum Aufwärtstrend bei der Wärmepumpe ist der Heizungsmarkt insgesamt rückläufig. Von Januar bis Oktober wurden nur 529.000 Heizsysteme abgesetzt. Besonders öl- und gasbasierte Heizsysteme verlieren deutlich an Marktanteilen.</cite> Der Kuchen verschiebt sich zu deinen Gunsten, wenn du die richtigen Eigentümer erreichst. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.
Wie strukturierst du ein technologieoffenes Erstgespräch?
In vier Schritten, die systematisch vom Preis wegführen und zum Gesamtkonzept hin.
- 1Status klären: Baujahr, aktuelle Heizung, Zustand, Vorlauftemperatur, Dämmung. Damit bist du sofort Fachmann, nicht Verkäufer.
- 2Rechtslage einordnen: Kommunale Wärmeplanung vor Ort, relevanter Stichtag, 65-Prozent-Pflicht, Erfüllungsoptionen. Das nimmt Druck und schafft Vertrauen.
- 3Optionen gegenüberstellen: Wärmepumpe gegen Gas mit EE-Anteil, inklusive Förderung und 20-Jahres-Kosten. Transparent, mit der Tabelle oben.
- 4Empfehlung mit Begründung: Ein klarer Vorschlag, warum genau dieses System zu diesem Gebäude passt. Hier entsteht der Auftrag.
Dieser Ablauf funktioniert nur mit genügend und passenden Gesprächen pro Monat. Planbarkeit in der Anfragenmenge ist die Voraussetzung dafür, dass du beim Erstgespräch entspannt beraten kannst, statt jeden Kontakt um jeden Preis abschließen zu müssen.
Nach dem GEG gewinnt nicht der billigste Heizungsbetrieb, sondern der, der entscheidungsbereiten Eigentümern technologieoffen die wirtschaftlich beste Lösung zeigt. Die Beratungskompetenz hast du oder baust du dir auf. Was oft fehlt, sind planbar genug exklusive Anfragen, bei denen diese Beratung überhaupt greift. Genau das liefert Anfragenfluss: exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen aus Freiburg, mit 270+ betreuten Fachbetrieben und über 2.000 Vor-Ort-Terminen Erfahrung. Lass im kostenlosen Erstgespräch prüfen, wie viele passende Heizungs-Anfragen in deinem Gebiet realistisch sind, oder starte direkt mit dem Anfragen-Konfigurator.
Häufige Fragen
Verbietet das GEG Gasheizungen?
Nein. Das GEG verbietet Gasheizungen nicht pauschal, sondern verlangt bei neu eingebauten Heizungen, dass die Wärme zu mindestens 65 Prozent aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme stammt. Bestehende Heizungen dürfen weiter betrieben und repariert werden, und auch neue Gasheizungen sind mit anrechenbarem erneuerbarem Anteil im Rahmen der Erfüllungsoptionen möglich.
Ab wann gilt die 65-Prozent-Pflicht im Bestand?
Die Pflicht ist an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt. In Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern wird sie für neue Heizungen im Bestand nach dem 30. Juni 2026 verbindlich, in Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern nach dem 30. Juni 2028. In Neubaugebieten gilt sie bereits seit dem 1. Januar 2024.
Wärmepumpe oder Gasheizung: Was ist wirtschaftlicher?
Das hängt vom Gebäude ab. Die Wärmepumpe ist bei niedriger Vorlauftemperatur und gutem Gebäudezustand meist über die Nutzungsdauer wirtschaftlicher, besonders mit KfW-Förderung im Bestand. Eine Gasheizung hat niedrigere Anschaffungskosten, trägt aber ein steigendes CO2-Preisrisiko. Entscheidend ist eine Gesamtkostenrechnung über 15 bis 20 Jahre statt des reinen Anschaffungspreises.
Wie viele Wärmepumpen wurden 2025 verkauft?
Laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) und BDH wurden 2025 in Deutschland 299.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit rund 48 Prozent Marktanteil war die Wärmepumpe erstmals das meistverkaufte Heizungssystem, noch vor Gas und Öl.
Wie führe ich das Beratungsgespräch weg vom Preis?
Indem du technologieoffen berätst: Status des Gebäudes klären, Rechtslage und kommunale Wärmeplanung einordnen, Wärmepumpe und Gas transparent inklusive Förderung und 20-Jahres-Kosten gegenüberstellen und dann eine begründete Empfehlung geben. So wirst du vom austauschbaren Anbieter zum Berater, dessen Konzept nicht mehr eins zu eins vergleichbar ist.
Warum bringen Portal-Leads oft Preisdiskussionen?
Weil viele Preisvergleichsportale denselben Kontakt an mehrere Betriebe gleichzeitig verkaufen. Der Eigentümer weiß, dass parallel verglichen wird, und steigt deshalb beim Preis ein. Exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen gehen dagegen nur an dich, sodass eine echte technologieoffene Beratung möglich ist statt eines Preiskampfs.
Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?
Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.