GModG ab November 2026: Was das neue Heizungsgesetz für deinen Betrieb bedeutet
Das GModG löst das GEG ab, kippt die 65-Prozent-Pflicht und bringt die Bio-Treppe. Was das für Wärmepumpen- und Heizungsbetriebe heißt und wie du daraus Aufträge machst.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die Reform, die das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ablöst und die viel diskutierte 65-Prozent-Pflicht beim Heizungstausch abschafft. Für deinen Betrieb bedeutet das: Der starre Zwang zur erneuerbaren Heizung fällt weg, an seine Stelle tritt Technologieoffenheit plus die neue "Bio-Treppe" für fossile Anlagen ab 2029. Das klingt zunächst nach weniger Wärmepumpen-Zwang. In der Praxis wird der Beratungsbedarf beim Kunden aber größer, nicht kleiner. Und genau da liegt für dich als Wärmepumpen-, SHK- oder Heizungsbetrieb die Auftragschance. Wer jetzt aktiv auf Eigentümer zugeht und die neue Rechtslage sauber erklärt, gewinnt die Aufträge, während der Wettbewerb noch abwartet.
<cite index="1-1,1-2">Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) grundlegend reformiert.</cite> <cite index="7-5,7-6,7-7">Das Gebäudeenergiegesetz wurde umfassend geändert und wird künftig als Gebäudemodernisierungsgesetz weitergeführt. Bundestag und Bundesrat haben das Gesetz am 10. Juli 2026 verabschiedet.</cite> Für dich als Fachbetrieb heißt das: Die Rechtslage steht fest, jetzt zählt die operative Umsetzung im Kundengespräch.
Was ändert sich mit dem GModG konkret?
Kern der Reform ist der Wegfall der 65-Prozent-Pflicht und ein technologieoffener Rahmen statt fester Technikvorgaben. <cite index="17-3,17-4">Kernstück der Neuregelung ist die Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch. An deren Stelle tritt die sogenannte Bio-Treppe: Wird in einem Bestandsgebäude nach Inkrafttreten der Vorschrift eine Gas-, Heizöl- oder Flüssiggasheizung eingebaut, muss diese ab 2029 mit einem steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden.</cite>
<cite index="1-7">Das GModG verfolgt einen grundlegenden Paradigmenwechsel: An die Stelle detaillierter technologischer Einzelvorgaben soll künftig ein flexiblerer Rechtsrahmen treten.</cite> Politisch war die Umbenennung Absicht. <cite index="6-4">Das neue Label Gebäudemodernisierungsgesetz soll weg vom engen Fokus Heizung hin zu einem breiteren Modernisierungs- und Sanierungsnarrativ führen.</cite>
Die wichtigsten Punkte für deinen Arbeitsalltag:
- 65-Prozent-Pflicht fällt weg. <cite index="25-3,25-4">Die Pflicht, beim Heizungstausch mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien einzusetzen, entfällt. Eigentümer können wieder frei wählen, auch Gas- und Ölheizungen lassen sich ohne diese Auflage einbauen.</cite>
- Beratungspflicht bei fossilen Heizungen entfällt. <cite index="18-1">Eine gesetzliche Beratungspflicht vor dem Einbau einer fossilen Heizung entfällt mit dem GModG.</cite>
- Bio-Treppe ersetzt die Ordnungslogik. Statt das Heizsystem vorzuschreiben, reguliert das GModG den Brennstoff.
- EU-Vorgaben kommen dazu. <cite index="7-10">Gleichzeitig werden Vorgaben der neuen EU-Gebäuderichtlinie in deutsches Recht umgesetzt.</cite>
Wann tritt das GModG in Kraft und was gilt bis November 2026?
Das GModG tritt gestaffelt in Kraft, der praxisrelevante Stichtag für den Heizungstausch ist der 1. November 2026. Bis dahin gilt das GEG mit seinen Regeln weiter. <cite index="2-11,2-12">Bis zum Inkrafttreten des GModG gelten die Regelungen des GEG noch fort, unter Beachtung des 1. Novembers 2026 als neuem Stichtag zur 65-Prozent-Pflicht. Mit Inkrafttreten des GModG entfällt diese endgültig.</cite>
Wichtig für die Übergangszeit: <cite index="4-3,4-4,4-5,4-6,4-7">Die Frist zum Inkrafttreten der 65-Prozent-EE-Anforderung in Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern wurde vom 1. Juli 2026 auf den 1. November 2026 verschoben. Dies soll den Übergang zum bevorstehenden Inkrafttreten der neuen Heizungsregelungen des GModG ebnen, die grundsätzlich keine 65-Prozent-EE-Anforderung mehr vorsehen.</cite>
Wie funktioniert die Bio-Treppe nach § 43 GModG?
Die Bio-Treppe ist ein Stufenplan, der neu eingebauten fossilen Heizungen ab 2029 einen steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe vorschreibt. <cite index="17-5,17-6">Der gesetzlich festgelegte Stufenplan sieht ab 1. Januar 2029 einen Mindestanteil von 10 Prozent, ab 2030 von 15 Prozent, ab 2035 von 30 Prozent und ab 2040 von 60 Prozent vor.</cite> <cite index="17-8">Wer vollständig erneuerbar heizt, den betrifft die Bio-Treppe nicht.</cite>
Zulässig sind dabei verschiedene biogene und synthetische Brennstoffe. <cite index="25-11">Zulässig sind Biomethan, Bio-Öl (FAME/HVO), biogenes Flüssiggas, Wasserstoff und Derivate.</cite> Für die Kundenberatung heißt das: Eine neue Gasheizung ist rechtlich weiter möglich, aber sie kommt mit einer eingebauten Kostendynamik.
Die Bio-Treppe macht die Gasheizung nicht verboten, sondern planbar teurer. Genau dieses Rechenspiel musst du deinem Kunden auf den Tisch legen.
Denn parallel steigen die CO2-Kosten. <cite index="24-3">Neben der auf 55 bis 65 Euro pro Tonne gestiegenen CO2-Steuer im Jahr 2026 drohen ab 2028 durch den EU-Emissionshandel Preissteigerungen, die für Gasheizungsbetreiber je nach Verbrauch spürbare Mehrkosten pro Jahr bedeuten können.</cite> Kombiniert mit steigenden Biomethan-Anteilen wird die fossile Heizung über die Nutzungsdauer zur Wette auf günstige grüne Brennstoffe.
GModG vs. GEG: Der direkte Vergleich für dein Beratungsgespräch
Die folgende Tabelle fasst zusammen, was sich für deine Kunden ändert. Nutze sie eins zu eins im Gespräch oder im Angebot.
| Kriterium | GEG (bis 31.10.2026) | GModG (ab 01.11.2026) |
|---|---|---|
| 65-Prozent-EE-Pflicht | Ja, an kommunale Wärmeplanung gekoppelt | Entfällt vollständig |
| Beratungspflicht vor fossiler Heizung | Ja | Entfällt |
| Steuerung des Klimaziels | Über Technikvorgabe (System) | Über Brennstoff (Bio-Treppe § 43) |
| Fossile Heizung neu einbaubar | Nur mit EE-Nachweis | Ja, aber mit Bio-Quote ab 2029 |
| Bio-Anteil Pflicht | Nein | 10 % (2029) bis 60 % (2040) |
| BEG-Förderung (KfW/BAFA) | Ja, bis zu 70 % | Bleibt bestehen, bis zu 70 % |
| Wärmepumpe als Lösung | Faktisch bevorzugt | Weiter klar wirtschaftlich sinnvoll |
Der entscheidende Punkt: <cite index="25-14,25-15">Die Bundesförderung für effiziente Gebäude gewährt Zuschüsse bis zu 70 Prozent und bleibt unabhängig vom GModG bestehen.</cite> <cite index="22-2,22-5,22-6">Fördermittel der BEG bleiben verfügbar. Auch unter dem GModG bleibt die energetische Modernisierung das Ziel, und der Staat fördert sie weiterhin über die Bundesförderung für effiziente Gebäude, die über KfW und BAFA abgewickelt wird.</cite> Das Fördernarrativ trägt also weiter, unabhängig davon, was Schlagzeilen suggerieren.
Bedeutet das GModG das Ende des Wärmepumpen-Booms?
Nein. Der Wärmepumpenmarkt wächst kräftig, und die Technik überzeugt inzwischen ohne gesetzlichen Zwang. <cite index="8-1,8-2">Die Wärmepumpenbranche vermeldet ein erfolgreiches Absatzjahr 2025: Mit 299.000 Heizungswärmepumpen stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent. Erstmals sind knapp die Hälfte aller in Deutschland verkauften Wärmeerzeuger Wärmepumpen.</cite>
Die Zahlen belegen: Nachfrage und Förderung ziehen an. <cite index="10-4,10-5">Im Jahr 2025 wurden über 288.000 Förderanträge für Wärmepumpen bewilligt. Das entspricht einem Anstieg von 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr.</cite> <cite index="10-20,10-21">Rund 80 Prozent der neuen Wärmepumpen werden in Bestandsgebäuden installiert, Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren den Markt mit einem Anteil von 95 Prozent.</cite>
Und der Ausblick bleibt stark. <cite index="9-13">War der Verband für 2026 zunächst noch von 350.000 verkauften Geräten ausgegangen, hat er seine Schätzung auf 410.000 angehoben.</cite> Für dich heißt das: Der Markt ist da, der Zwang fällt weg, also entscheidet ab jetzt die Beratung, wer die Aufträge holt. Genau dafür brauchst du planbaren Zugang zu kaufbereiten Eigentümern. Wie das über vorqualifizierte Anfragen funktioniert, zeigen unsere Referenzen.
Warum ist das GModG eine Auftragschance und kein Rückschlag?
Weil Verunsicherung Beratungsbedarf erzeugt, und Beratungsbedarf ist dein Vertriebshebel. Zwei Jahre GEG-Debatte haben Eigentümer stark verunsichert. <cite index="8-4,8-5,8-6">Mit 299.000 Heizungswärmepumpen stieg der Absatz 2025 um 55 Prozent. Erstmals ist knapp die Hälfte aller verkauften Wärmeerzeuger eine Wärmepumpe, was nach Einschätzung des Wärmepumpen-Verbandes vor allem an einem zunehmenden Vertrauen in die Technologie liegt.</cite> Jetzt kommt mit dem GModG die nächste Regeländerung, und viele Hausbesitzer wissen nicht, was für sie gilt.
Deine Chance liegt darin, drei Dinge klar zu machen:
- 1Fossil ist nicht "gerettet", sondern nur aufgeschoben teuer. Bio-Treppe plus CO2-Preis machen die Gasheizung zur Kostenwette.
- 2Wärmepumpe bleibt förderfähig bis zu 70 Prozent. Das Argument gegen "zu teuer" steht weiter.
- 3Bestandsschutz nimmt die Angst. Wer jetzt eine Wärmepumpe kauft, ist auf der sicheren Seite.
Genau an diesem Punkt kcommt Anfragenfluss ins Spiel. Wir bringen Wärmepumpen-, SHK- und Heizungsbetriebe an planbar mehr Kundenanfragen, über Werbeanzeigen, eigene Lead-Generierung und telefonische Vorqualifizierung. Du bekommst exklusive, vorqualifizierte Anfragen von Eigentümern, die konkret modernisieren wollen, statt kalter Kontakte. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Leistungen.
Worauf solltest du als Betrieb jetzt achten?
Achte auf drei Ebenen: Recht, Förderung und Positionierung. Rechtlich musst du die Übergangsfristen kennen, damit du kein falsches Timing empfiehlst. Bei der Förderung gilt: Die Sätze werden über die BEG-Richtlinie geregelt, nicht über das GModG selbst. <cite index="21-13,21-14">Über KfW 458 wird der Heizungstausch weiter bezuschusst, die Sätze regelt jedoch die neue BEG-Förderrichtlinie ab 21. Juli 2026, nicht das GModG.</cite> Prüfe die aktuellen Fördersätze also immer tagesaktuell, bevor du sie einem Kunden zusagst.
Ein weiterer Punkt betrifft die Länderöffnung. <cite index="2-14,2-15">In § 9 GModG bleibt die bisherige Länderöffnungsklausel erhalten. Einzelne Länder erwägen bereits, auf diesem Weg weitergehende Anforderungen vergleichbar dem GEG beizubehalten, was die bundesweite Rechtslage zerstückeln würde.</cite> Für dich heißt das: Kenne die Regeln in deinem Bundesland, denn pauschale bundesweite Aussagen können bald falsch sein.
Bei Neubauten verschiebt sich der Fokus ohnehin klar Richtung emissionsfrei. <cite index="19-5,19-6">Für Neubauten werden Wärmepumpen, Wärmenetze, Solarenergie, effiziente Gebäudehüllen, niedrige Systemtemperaturen und eine gute Gebäudeautomation noch wichtiger. Fossile Einzelheizungen verlieren im Neubau deutlich an Bedeutung.</cite>
Wie machst du aus dem GModG konkret Aufträge?
Indem du proaktiv kommunizierst, statt auf Anfragen zu warten. Die Betriebe, die 2026 gewinnen, sind nicht die mit dem besten Preis, sondern die, die als Erste sichtbar und verständlich sind. Konkret:
- Reaktiviere deine Bestandskontakte. Jeder Kunde, der letztes Jahr wegen GEG-Unsicherheit abgesprungen ist, ist jetzt ein warmer Lead. Ruf an und erklär die neue Lage.
- Positioniere dich als GModG-Erklärer. Ein kurzer Blogbeitrag, ein Google-Business-Post oder eine E-Mail an deine Liste bringt dich in den Kopf des Kunden.
- Sorge für planbaren Anfragenzufluss. Ordnungsrecht ändert sich, deine Vertriebspipeline sollte es nicht. Mit vorqualifizierten Anfragen bekommst du Termine bei Eigentümern mit echtem Modernisierungsvorhaben.
Anfragenfluss aus Freiburg hat bereits 270+ Fachbetriebe betreut, arbeitet mit 180+ Kunden und hat über 2.000 Vor-Ort-Termine vermittelt. Wie Betriebe das in konkrete Aufträge umsetzen, liest du in unseren Kundenstimmen.
Das GModG ist kein Grund zum Abwarten, sondern der Startschuss für eine neue Beratungswelle. Die Nachfrage ist da, die Förderung bleibt, die Verunsicherung spielt dir in die Hände. Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch prüfen, wie viele vorqualifizierte Wärmepumpen- und Heizungsanfragen in deiner Region realistisch sind und wie wir sie exklusiv zu dir bringen. Sichere dir jetzt deine unverbindliche Anfragen-Validierung über unseren Konfigurator oder direkt über Kontakt.
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