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Markt & Recht·11. September 2026·8 Min. Lesezeit

GModG statt GEG 2026: Was der Wegfall der 65-Prozent-Pflicht für deine Kundengewinnung bedeutet

Das GModG kippt die 65-Prozent-Pflicht und macht Heizen technologieoffen. Was das für die Kundengewinnung von SHK- und Heizungsbetrieben heißt.

GModG statt GEG 2026: Was der Wegfall der 65-Prozent-Pflicht für deine Kundengewinnung bedeutet

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat zum 29. Juli 2026 das bisherige Gebäudeenergiegesetz abgelöst und die pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch gestrichen. Für dich als SHK- oder Heizungsbetrieb heißt das konkret: Der Beratungsprozess wird komplexer, die Kundenreise länger, und der Betrieb, der Anfragen früh einsammelt und sauber vorqualifiziert, gewinnt den Auftrag. Der Wegfall der Pflicht ist kein Nachfrageeinbruch, sondern eine Verschiebung. Wer jetzt sichtbar ist und schnell reagiert, entscheidet die neue Technologieoffenheit für sich.

Für die Praxis heißt Technologieoffenheit vor allem eins: Der Kunde hat mehr Optionen und damit mehr Entscheidungsbedarf. Genau hier liegt deine Chance. Der Fachbetrieb ist nicht mehr Erfüllungsgehilfe einer gesetzlichen Vorgabe, sondern wird zum Berater, der aus vielen zulässigen Wegen den wirtschaftlich sinnvollsten empfiehlt. Das ist ein Verkaufsprozess, kein Abarbeiten. Und Verkaufsprozesse gewinnt man mit planbarem Anfragenzufluss und schneller, qualifizierter Reaktion.


Was hat sich mit dem GModG rechtlich geändert?

Das GModG ersetzt seit dem 29. Juli 2026 das GEG und streicht die pauschale 65-Prozent-Pflicht ersatzlos. <cite index="6-12,6-13,6-14">Am 10. Juli 2026 haben Bundestag und Bundesrat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Die umstrittene 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht beim Heizungstausch entfällt vollständig. Gas- und Ölheizungen bleiben als Neueinbau erlaubt, unter der Bedingung der Biotreppe ab 2029.</cite>

Die zentrale Vorgabe war zuvor im § 71 GEG verankert. <cite index="6-6,6-7,6-8">Die Kernfrage des GModG war, ob ein Heizungstausch künftig zwingend 65 Prozent erneuerbare Energie erfordern soll. Diese Vorgabe, die im bisherigen GEG in § 71 verankert war, wurde ersatzlos gestrichen. Beim Einbau neuer Heizungen können Eigentümer wieder technologieoffen wählen, zwischen Wärmepumpe, Gas, Öl, Biomasse und anderen Lösungen, die auf der gesetzlichen Positivliste stehen.</cite>

Wichtig für dein Marketing: Das Gesetz verschwindet nicht, es wird nur umbenannt und neu ausgerichtet. <cite index="7-4">Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) benennt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) um und reformiert es, abgeschafft wird das GEG nicht.</cite> Für die Regulierung bedeutet das einen Kurswechsel. <cite index="9-7">Das GModG verfolgt einen grundlegenden Paradigmenwechsel: An die Stelle detaillierter technologischer Einzelvorgaben soll künftig ein flexiblerer Rechtsrahmen treten.</cite>


Fällt jetzt die Nachfrage nach Wärmepumpen weg?

Nein, aber die Nachfrage wird beratungsintensiver und verteilt sich auf mehr Technologien. Der Handlungsdruck beim Endkunden sinkt, das Entscheidungsfenster wird länger, und genau deshalb brauchst du mehr Kontaktpunkte, um im entscheidenden Moment präsent zu sein.

<cite index="7-27">Für die meisten Eigentümer entsteht kein akuter Handlungszwang: Bestehende Heizungen dürfen bleiben, die 65-Prozent-Regel und die Kessel-Austauschpflicht entfallen.</cite> Das ist die entscheidende Marktveränderung für deine Kundengewinnung. Ohne Zwang wird die Entscheidung freiwillig, und freiwillige Entscheidungen brauchen einen Auslöser: eine defekte Anlage, ein Angebot, eine gute Beratung oder eine überzeugende Werbeanzeige.

Interessant ist die Gegenbewegung: Die Entscheidung wird für den Kunden nicht einfacher, sondern schwieriger. <cite index="10-9,10-10">Aus Sicht der BAK wird die Entscheidung für eine neue Heizung dadurch aber nicht automatisch einfacher. Wer heute investiert, muss langfristige Kosten-, Infrastruktur- und Klimarisiken einschätzen können.</cite> Und weiter: <cite index="4-12">§9a GModG schreibt eine Evaluation im Jahr 2030 durch drei Ministerien vor, mit anschließender Weiterentwicklung der Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor innerhalb eines halben Jahres.</cite> Für den Kunden bleibt die Lage also unübersichtlich. Der Betrieb, der Klarheit schafft, gewinnt.

Der Wegfall der Pflicht macht den Fachbetrieb wichtiger, nicht überflüssiger. Wer vorher nur Vorschriften umsetzte, verkauft jetzt Entscheidungen.


Warum verändert die Technologieoffenheit deine Kundenreise?

Weil der Kunde jetzt mehr recherchiert, mehr vergleicht und länger zögert. Das verlängert den Sales-Zyklus und erhöht den Wert jeder einzelnen Anfrage, die du früh und exklusiv bekommst.

Unter dem alten GEG war die Botschaft simpel: 65 Prozent erneuerbar, Punkt. Das kanalisierte die Nachfrage. <cite index="14-3,14-4">Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in seiner Fassung von 2024 gab vor, dass jede neu installierte Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Diese Regelung sollte einen verbindlichen Pfad für den Heizungstausch weg von fossilen Brennstoffen festlegen.</cite> Diese Klarheit ist weg. <cite index="12-8,12-9">Besonders der Verzicht auf starre Vorgaben wie die 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht für neu eingebaute Heizsysteme sorgt für mehr Flexibilität. Gleiches gilt für die klare Anerkennung eines breiten Spektrums an Heiztechnologien, darunter Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasse-, Hybrid-, Gas-, Öl- und Flüssiggasheizungen.</cite>

Für deine Kundengewinnung bedeutet das drei konkrete Verschiebungen:

  1. 1Längere Entscheidungswege. Der Kunde vergleicht mehr Optionen. Du brauchst mehr als eine Anzeige, du brauchst Follow-up und schnelle Reaktion auf jede Anfrage.
  2. 2Höhere Beratungsqualität als Kaufargument. Wer Wärmepumpe, Hybrid und Gas ehrlich gegeneinander rechnet, wird als Berater wahrgenommen, nicht als Verkäufer.
  3. 3Förderung wird zum Türöffner. Die Ebenen Recht und Förderung sind entkoppelt. <cite index="7-21,7-22,7-23">Trennen Sie beide Ebenen. Ob und wie Sie heizen dürfen, steht im GModG. Wie viel Geld Sie für einen Heizungstausch oder eine Dämmung bekommen, steht in der BEG-Förderrichtlinie.</cite>

Was bedeutet das für deine Lead-Generierung konkret?

Der Wettbewerb um weniger druckgetriebene, aber hochwertigere Anfragen verschärft sich. Du gewinnst, wenn deine Anfragen exklusiv, telefonisch vorqualifiziert und schnell bearbeitet sind, statt in einem Portal mit fünf anderen Betrieben zu konkurrieren.

Ohne gesetzlichen Zwang wird jede Anfrage wertvoller, weil weniger Kunden von allein aktiv werden. Das hat zwei Konsequenzen für deine Kanalwahl:

Erstens musst du Nachfrage aktiv erzeugen, statt nur auf sie zu warten. Über gezielte Werbeanzeigen sprichst du Eigentümer an, die noch gar nicht gesucht haben, aber einen Auslöser brauchen. Genau das ist unser Kerngeschäft bei Anfragenfluss.

Zweitens entscheidet die Qualität der Anfrage über deine Abschlussquote. Eine exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfrage schlägt zehn geteilte Portalkontakte, gerade wenn die Kundenreise länger und beratungsintensiver wird. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen.

Anfrage-Kanäle im Vergleich unter GModG-Bedingungen

KriteriumLeadportal (geteilt)Eigene WerbeanzeigenVorqualifizierte Anfragen (Anfragenfluss)
ExklusivitätMeist an mehrere BetriebeExklusivExklusiv
VorqualifizierungGering bis keineSelbst zu leistenTelefonisch, vor Übergabe
Passung zur längeren KundenreiseSchwach, Kunde vergleichtMittel, Follow-up nötigStark, Termin vorbereitet
ReaktionsdruckSehr hoch (Wettlauf)Selbst steuerbarTermin steht bereits
Kontrolle über BotschaftKeineVollVoll, plus Filterung
Planbarkeit des ZuflussesSchwankendSkalierbarSkalierbar und planbar

Der entscheidende Punkt: Unter dem GModG zählt nicht mehr die Menge der Kontakte, sondern die Qualität und der Zeitpunkt. Ein Kunde, der frei entscheidet, entscheidet sich für den Betrieb, der zuerst da ist und am besten berät.

270+
betreute Fachbetriebe
2.000+
Vor-Ort-Termine vermittelt
180+
Kunden im DACH-Raum

Für wen lohnt sich jetzt welcher Fokus?

Das hängt von deinem Betriebsschwerpunkt ab. Reine Wärmepumpen-Spezialisten müssen ihre Botschaft neu schärfen, breit aufgestellte SHK-Betriebe können die Technologieoffenheit als Sortimentsvorteil ausspielen.

  • Wärmepumpen-Fokusbetriebe: Die Argumentation verschiebt sich von Pflicht zu Wirtschaftlichkeit. Rechne Betriebskosten, Förderung und den steigenden CO2-Preis auf fossile Brennstoffe vor. Der Grund, warum die reine Prozentvorgabe fiel, war politisch gewollt. <cite index="11-6">Die Bundesregierung ersetzt ein Gesetz, das viele Menschen verunsichert hat, durch eines, das auf Vertrauen, Technologieoffenheit und Machbarkeit setzt.</cite> Diese Verunsicherung musst du im Gespräch auflösen.
  • Breite SHK- und Heizungsbetriebe: Deine Stärke ist jetzt das ganze Portfolio. Du kannst Hybrid, Gas-Brennwert und Wärmepumpe ehrlich vergleichen und den Kunden dort abholen, wo er steht.
  • Betriebe mit Fokus auf Bestand: Weil der Austauschzwang entfällt, wird die freiwillige Modernisierung zum Verkaufsthema. Hier gewinnt, wer proaktiv auf Eigentümer zugeht, statt auf den Heizungsdefekt zu warten.

Wichtig bleibt: Die Deregulierung ist nicht das Ende der Anforderungen. <cite index="8-11,8-12">Das GModG ist als mehrstufige Reform angelegt. Sie umfasst die sofortige Deregulierung beim Heizungseinbau mit einer schrittweisen Einführung von EPBD-bezogenen Anforderungen bis 2028 und 2030.</cite> Wer seinen Kunden diesen Zeithorizont erklärt, positioniert sich als vorausschauender Partner. Wie unsere Kunden das umsetzen, liest du in den Kundenstimmen.

Technologieoffenheit heißt nicht weniger Beratung, sondern mehr. Und mehr Beratung heißt: Der schnellste, gut vorbereitete Betrieb gewinnt.


Wie stellst du deinen Betrieb jetzt auf?

Setze auf einen planbaren Anfragenzufluss und auf Reaktionsgeschwindigkeit. In einem Markt ohne gesetzlichen Zwang entscheidet nicht mehr die Vorschrift, sondern der beste Verkaufsprozess.

Drei Schritte für die nächsten Wochen:

  1. 1Botschaft anpassen. Streiche die 65-Prozent-Pflicht aus deiner Kommunikation und ersetze sie durch Wirtschaftlichkeit, Förderung und Technologievergleich. Der Kunde sucht jetzt Orientierung, nicht Druck.
  2. 2Anfragenzufluss aufbauen. Verlasse dich nicht auf zufällige Weiterempfehlungen. Ein steuerbarer Kanal aus Werbeanzeigen plus Vorqualifizierung macht deine Auslastung planbar.
  3. 3Reaktionszeit verkürzen. Bei längeren Kundenreisen gewinnt der Betrieb, der zuerst und mit einem vorbereiteten Termin reagiert. Genau dafür qualifizieren wir Anfragen telefonisch vor, bevor sie bei dir landen.

Die Regeln haben sich geändert, die Nachfrage ist da, aber sie verteilt sich neu. Der Betrieb mit dem besten Anfragenzufluss und der schnellsten Reaktion nimmt die Aufträge mit, um die andere noch diskutieren.

Lass uns über deinen Anfragenzufluss sprechen. Wir bei Anfragenfluss in Freiburg bringen PV-, Wärmepumpen-, SHK- und Elektrobetriebe an planbar mehr exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen. Prüfe im kostenlosen Erstgespräch, wie viele passende Termine in deiner Region realistisch sind, oder starte direkt mit dem Anfragen-Konfigurator. Kein Zwang, nur ein klarer nächster Schritt.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.