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Aus dem Haus·05. September 2026·7 Min. Lesezeit

PV-Leads verkaufen ohne Einspeisevergütung: So argumentierst du 2027

Die feste Einspeisevergütung läuft ab 2027 aus. So drehst du das Beratungsgespräch auf Eigenverbrauch, Speicher und Autarkie und schließt trotzdem ab.

PV-Leads verkaufen ohne Einspeisevergütung: So argumentierst du 2027

PV verkaufst du ab 2027 nicht mehr über die Einspeisevergütung, sondern über Eigenverbrauch, Speicher und Unabhängigkeit vom Stromversorger. Die Rechnung des Kunden verschiebt sich vom "Was zahlt mir der Staat fürs Einspeisen?" hin zu "Wie viel Netzstrom kaufe ich künftig gar nicht mehr?". Genau hier liegt dein Verkaufsargument: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart rund 29 Cent, während eingespeister Strom ohnehin nur einen Bruchteil davon brachte. Wer als Fachbetrieb diese Logik im Beratungsgespräch sauber erklärt, verliert 2027 keine Abschlüsse, sondern gewinnt Kunden, die sonst aus Verunsicherung nicht kaufen würden.

Für Geschäftsführer von PV-Betrieben ist das ein doppeltes Thema. Erstens brauchst du eine belastbare Argumentation, mit der dein Vertrieb im Gespräch souverän bleibt, wenn der Kunde "Lohnt sich das jetzt überhaupt noch?" fragt. Zweitens brauchst du weiterhin genug Anfragen im Kalender, denn die mediale Verunsicherung bremst gerade viele Kaufentscheidungen aus. Beides hängt zusammen: Wer die richtigen Anfragen bekommt und sie richtig führt, macht 2027 zum Vorteil statt zum Umsatzloch.


Was ändert sich 2027 wirklich bei der Einspeisevergütung?

Ab 2027 fällt die dauerhafte feste Einspeisevergütung für neue kleine PV-Anlagen weg und wird über eine befristete Übergangszahlung durch die Direktvermarktung ersetzt. Das ist kein Gerücht mehr, sondern beschlossene Richtung.

<cite index="2-6,2-7,2-8,2-9">Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 die EEG-Novelle 2027 und das Netzanschlusspaket beschlossen. Für neue Solaranlagen unter 25 kW entfällt ab 2027 die dauerhafte feste Einspeisevergütung. Wer 2027 bis 2029 baut, erhält für begrenzte Zeit noch eine gestaffelte Übergangszahlung, danach ist Direktvermarktung vorgesehen.</cite> Konkret ist die Übergangszahlung <cite index="1-10,1-11,1-12">für Photovoltaikanlagen unter 50 kW auf höchstens 36 Monate begrenzt, danach rückt die Direktvermarktung des überschüssigen Solarstroms in den Mittelpunkt.</cite>

Wichtig für dein Gespräch: Bestandsanlagen sind nicht betroffen. <cite index="7-11,7-12">Bestehende Anlagen genießen vollen Bestandsschutz. Der bei Inbetriebnahme zugesicherte Vergütungssatz gilt für 20 Jahre plus den Rest des Inbetriebnahmejahres.</cite> <cite index="7-15">Die Reform betrifft ausschließlich Neuanlagen, die nach Inkrafttreten der neuen Regelungen in Betrieb gehen.</cite>

Lohnt sich Photovoltaik ohne Einspeisevergütung noch?

Ja, PV lohnt sich auch ohne feste Vergütung, weil die Ersparnis beim selbst verbrauchten Strom deutlich größer ist als der Erlös aus der Einspeisung. Das war schon immer der wirtschaftliche Kern, wird jetzt aber zum einzigen relevanten Verkaufsargument.

Die Zahl, die dein Vertrieb auswendig kennen sollte: <cite index="7-9">Bei einem Netzstrompreis von rund 37 ct/kWh und Erzeugungskosten von unter 8 ct/kWh sparen Kunden mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde rund 29 ct. Selbst bei einer Einspeisevergütung von 0 ct amortisiert sich eine gut dimensionierte Anlage mit Speicher innerhalb von 8 bis 10 Jahren.</cite> Zum Vergleich: Die aktuelle Einspeisevergütung lag zuletzt nur bei rund <cite index="12-1">7,36 Cent pro Kilowattstunde im Durchschnitt.</cite>

Rechne das im Gespräch laut vor. Wenn eine eingespeiste Kilowattstunde 7 Cent bringt, eine selbst verbrauchte aber 29 Cent spart, dann war die Einspeisung nie das Geschäft. Sie war der Rest, der übrig blieb.

Der Wegfall der Einspeisevergütung nimmt dem Kunden nicht die Rendite. Er nimmt ihm nur die Ausrede, weiter teuren Netzstrom zu kaufen.

Beispielrechnung (nur zur Veranschaulichung, keine Zusage): Ein Haushalt verbraucht 4.500 kWh im Jahr. Mit Anlage und Speicher deckt er davon 3.150 kWh selbst ab (70 Prozent Autarkie). Bei 29 Cent Ersparnis pro Kilowattstunde sind das rund 913 Euro pro Jahr, die er dem Stromversorger nicht mehr zahlt. Das ist der Kern deiner Argumentation, völlig unabhängig davon, was der Staat fürs Einspeisen zahlt.

270+
betreute Fachbetriebe
2.000+
vereinbarte Vor-Ort-Termine
29 ct
Ersparnis je selbst verbrauchter kWh (Beispielannahme)

Wie argumentierst du im Beratungsgespräch, wenn der Kunde verunsichert ist?

Du drehst das Gespräch weg von der Vergütung hin zu drei Größen, die der Kunde selbst kontrolliert: Eigenverbrauch, Speicher und Unabhängigkeit. Wer über Autarkie spricht, verkauft ein Gefühl von Sicherheit statt einer schwankenden Förderung.

Die Reform spielt dir dabei sogar in die Karten. <cite index="6-2">Durch das vorgeschriebene Direktvermarktungsmodell und die gestrichene Einspeisevergütung ab 2027 lohnt sich Photovoltaik nur noch bei hohem Eigenverbrauch und mit Batteriespeicher.</cite> Das heißt im Klartext: Der Speicher ist ab 2027 kein Upselling mehr, sondern Teil der Grundberatung. Das erhöht deinen durchschnittlichen Auftragswert.

Die vier Einwände und deine Antworten

"Ohne Vergütung lohnt sich das doch nicht mehr." Antwort: Die Vergütung war nie der Grund für die Rentabilität. Der Grund ist der Strom, den man nicht mehr kaufen muss. Rechne die 29 Cent Ersparnis gegen 7 Cent Einspeisung vor.

"Ich warte lieber, bis das Gesetz endgültig steht." Antwort: Bestandsschutz gilt ab Inbetriebnahme. Wer 2026 anschließt, sichert sich die alten Bedingungen für 20 Jahre. Wer wartet, verschenkt jeden Monat Stromkosten, ohne die Unsicherheit zu verringern.

"Was ist mit der Einspeisebegrenzung?" Antwort: <cite index="2-15,2-16">Ab 2027 installierte Anlagen werden auf maximal 50 Prozent Einspeisung begrenzt, sofern der Strom nicht selbst verbraucht oder gespeichert wird. Ein Stromspeicher hebt diese Grenze faktisch auf.</cite> Also: Speicher rein, Problem gelöst.

"Bringt Direktvermarktung nicht sogar mehr?" Antwort: Möglich. <cite index="13-17">Für Anlagen unter 100 kWp ist die Direktvermarktung seit dem Solarspitzengesetz einfacher und kann lukrativer sein als die feste Vergütung.</cite> Aber das ist die Kür. Der sichere Teil bleibt der Eigenverbrauch.

Vergütung verkaufen vs. Eigenverbrauch verkaufen: der direkte Vergleich

Der Unterschied zwischen altem und neuem Verkaufsansatz ist keine Kosmetik, sondern eine andere Gesprächslogik. Diese Tabelle kannst du intern als Schulungsgrundlage nutzen.

KriteriumVerkauf über Einspeisevergütung (alt)Verkauf über Eigenverbrauch (ab 2027)
Zentrales ArgumentStaat zahlt fixen Satz fürs EinspeisenKunde spart teuren Netzstrom selbst
Wert je kWhrund 7 ct Einspeisungrund 29 ct Ersparnis
Speicheroptionales Upsellingfester Teil der Grundberatung
Abhängigkeitvon Politik und Förderpolitikvom eigenen Verbrauchsverhalten
Emotion beim KundenUnsicherheit bei jeder ReformKontrolle und Unabhängigkeit
Auftragswert für dichtendenziell niedrigerhöher durch Speicher und Steuerung
Argument bei Reformwird durch jede Änderung schwächerbleibt stabil, unabhängig vom Gesetz

Die rechte Spalte ist stabiler gegen jede politische Kehrtwende. Genau deshalb ist sie das bessere Fundament für deinen Vertrieb, unabhängig davon, wie das EEG 2027 im Detail final ausfällt.


Wie sorgst du 2027 für genug PV-Anfragen trotz Verunsicherung?

Du brauchst Anfragen von Kunden, die kaufbereit sind, und du brauchst sie exklusiv und vorqualifiziert. Denn die mediale Verunsicherung filtert gerade genau die halb interessierten Kontakte aus, die früher noch angerufen hätten.

Das Problem: <cite index="5-5">Die Debatte sorgt bereits jetzt für Verunsicherung bei Anlagenbetreibern und allen, die sich eine Photovoltaikanlage anschaffen möchten.</cite> Verunsicherte Interessenten googeln länger, vergleichen mehr und zögern. Wer jetzt auf Zufallsanfragen wartet, spürt das direkt im Kalender. Wer aktiv Anfragen generiert und vorab telefonisch qualifiziert, sortiert die Zögerer von den Kaufbereiten und schickt seinem Vertrieb nur die Termine, bei denen sich der Weg lohnt.

Genau darauf ist unser Ansatz bei Anfragenfluss ausgerichtet: exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen statt geteilter Leads aus einem Portal. Der Unterschied ist im aktuellen Marktumfeld entscheidend, weil ein verunsicherter Interessent, der parallel von drei Betrieben angerufen wird, seltener abschließt.

Lead-Portal oder eigene Anfragen: was passt 2027 besser?

Kurz gesagt: Geteilte Portal-Leads funktionieren, wenn du auf Masse und Preis setzt. Exklusive, vorqualifizierte Anfragen funktionieren, wenn du auf Abschlussquote und Beratungstiefe setzt, und genau die brauchst du beim Verkauf über Eigenverbrauch.

Beim Verkauf über die Einspeisevergütung reichte oft ein schneller Preisvergleich. Beim Verkauf über Eigenverbrauch, Speicher und Autarkie brauchst du ein echtes Beratungsgespräch. Das gelingt nur mit einem Kontakt, der nicht schon von vier Mitbewerbern bearbeitet wird. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.


Fazit: 2027 ist eine Chance, kein Umsatzrisiko

Der Wegfall der festen Einspeisevergütung zwingt die ganze Branche dazu, endlich das zu verkaufen, was PV wirklich wirtschaftlich macht: den Eigenverbrauch. Fachbetriebe, die diese Argumentation im Gespräch beherrschen und gleichzeitig genug kaufbereite Anfragen im Kalender haben, gewinnen Marktanteile, während zögernde Wettbewerber über verlorene Förderung klagen.

Wenn du wissen willst, wie planbar mehr exklusive und vorqualifizierte PV-Anfragen für deinen Betrieb aussehen, lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch deine Situation durchgehen. Wir schauen gemeinsam, wie viele passende Termine für dich realistisch sind. Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch oder prüfe unverbindlich im Konfigurator, was für deinen Betrieb möglich ist.

Häufige Fragen

Fällt die Einspeisevergütung 2027 komplett weg?

Nicht sofort und nicht für alle. Die dauerhafte feste Vergütung entfällt ab 2027 für neue kleine Anlagen. Stattdessen gibt es eine befristete Übergangszahlung von höchstens 36 Monaten, danach folgt die Direktvermarktung. Bestandsanlagen behalten ihren Vergütungsanspruch für 20 Jahre.

Lohnt sich eine PV-Anlage ohne Einspeisevergütung überhaupt noch?

Ja. Der wirtschaftliche Kern liegt im Eigenverbrauch, nicht in der Einspeisung. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart rund 29 Cent Netzstrom, während die Einspeisung zuletzt nur rund 7 Cent brachte. Mit Speicher amortisiert sich eine gut dimensionierte Anlage laut Marktangaben in etwa 8 bis 10 Jahren, auch bei 0 Cent Einspeisevergütung.

Wie argumentiere ich als Fachbetrieb im Gespräch, wenn Kunden verunsichert sind?

Lenke das Gespräch weg von der Vergütung hin zu Eigenverbrauch, Speicher und Unabhängigkeit vom Stromversorger. Frag zuerst nach der Stromrechnung, nicht nach der Förderung. Rechne die Ersparnis pro selbst verbrauchter Kilowattstunde laut vor. So verkaufst du Sicherheit statt einer schwankenden Förderung.

Was bedeutet die 50-Prozent-Einspeisebegrenzung ab 2027 für den Verkauf?

Ab 2027 installierte Anlagen dürfen nur maximal 50 Prozent ihrer Leistung einspeisen, sofern der Strom nicht selbst verbraucht oder gespeichert wird. Ein Batteriespeicher hebt diese Grenze faktisch auf. Für den Vertrieb heißt das: Der Speicher wird vom Upselling zum festen Bestandteil der Grundberatung.

Sollte ich Kunden raten, noch 2026 anzuschließen?

Du kannst darauf hinweisen, dass eine Inbetriebnahme bis Ende 2026 die alten Bedingungen mit 20 Jahren Bestandsschutz sichert. Vermeide aber reine Panikmache. Das stärkere Argument bleibt, dass jeder Monat ohne Anlage bares Geld an Stromkosten kostet, unabhängig vom Gesetz.

Wie bekomme ich trotz der Verunsicherung genug kaufbereite PV-Anfragen?

Setze auf exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen statt auf geteilte Portal-Leads. Die aktuelle Verunsicherung führt dazu, dass viele Interessenten länger zögern und vergleichen. Vorqualifizierung sortiert die Zögerer aus, sodass dein Vertrieb nur kaufbereite Termine bekommt. Anfragenfluss betreut dafür bereits über 270 Fachbetriebe.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.