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Markt & Recht·01. Juli 2026·8 Min. Lesezeit

Was kostet ein Lead im Handwerk? CPL-Benchmarks 2026 nach Gewerk

CPL-Benchmarks 2026 für PV, Wärmepumpe, SHK, Elektro und Dachdecker. Warum nicht der Preis pro Lead, sondern die Kosten pro Auftrag über deinen Gewinn entscheiden.

Was kostet ein Lead im Handwerk? CPL-Benchmarks 2026 nach Gewerk

Ein Lead im Handwerk kostet 2026 je nach Gewerk und Exklusivität zwischen rund 25 und 200 Euro pro Kundenanfrage. Für Photovoltaik liegen die üblichen Marktpreise bei 25 bis 200 Euro, für Wärmepumpen bei 50 bis 125 Euro. Doch der Preis pro Lead sagt allein nichts aus. Entscheidend ist deine Kosten pro Auftrag (Cost per Order): ein exklusiver Lead für 150 Euro mit 25 Prozent Abschlussquote schlägt einen 40-Euro-Lead, der an fünf Betriebe geht und bei 4 Prozent Abschluss landet, jederzeit. Wer nur auf den CPL schaut, optimiert die falsche Zahl.


Was kostet ein Lead im Handwerk 2026?

Ein Handwerks-Lead kostet 2026 grob 25 bis 200 Euro, wobei der Preis vor allem von drei Faktoren abhängt: Gewerk, Exklusivität und Vorqualifizierung.

Am unteren Ende stehen mehrfach verkaufte Portal-Leads, am oberen Ende exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen, die nur an einen Betrieb gehen. Für Photovoltaik berichten Marktbeobachter Spannen von <cite index="3-1,3-2">25 bis 200 Euro pro Anfrage, je nach Anbieter, Qualität und Exklusivität, mit großen Unterschieden, die sich direkt auf die Abschlussquote auswirken.</cite> Der Grund für die günstigen Preise am unteren Ende ist meist die Mehrfachvergabe: <cite index="2-11">Die meisten PV-Leads sind für 50 bis 70 Euro erhältlich und werden an drei bis fünf Fachbetriebe weitergegeben.</cite>

Bei Wärmepumpen sieht das Bild ähnlich aus. Anbieter nennen typische Preise von <cite index="21-1,21-2,21-3">50 bis 120 Euro pro vermittelter Anfrage, wobei die große Spanne sich aus Exklusivität und Art der Qualifizierung ergibt, denn ein exklusiver, nur einmal weitergegebener Lead ist teurer.</cite> Andere Marktteilnehmer bestätigen eine Range, die <cite index="22-2">je nach Region und Wettbewerb variiert, aber in der Regel zwischen 50 und 125 Euro pro Lead liegt.</cite>

Der Preis pro Lead ist die verführerischste und irreführendste Kennzahl im Handwerksmarketing. Rechne immer bis zum Auftrag durch.


CPL-Benchmarks 2026 nach Gewerk (PV, Wärmepumpe, SHK, Elektro, Dachdecker)

Die folgende Tabelle fasst die üblichen Marktspannen zusammen. Sie ist ein Orientierungsrahmen, keine Garantie, und stark abhängig von Region, Saison und Anbieter.

GewerkCPL Multi-Lead (mehrfach)CPL exklusiv / vorqualifiziertTypische AuftragsgrößeBesonderheit
Photovoltaikca. 25–70 €ca. 100–200 €8.000–25.000 €Oft Kombi mit Speicher, WP, E-Auto
Wärmepumpeca. 50–75 €ca. 100–125 €27.000–50.000 € bruttoFörderabhängig, beratungsintensiv
SHK / Heizungca. 30–70 €ca. 80–130 €8.000–40.000 €Notfall vs. geplant unterscheidet Preis
Elektroca. 20–60 €ca. 70–120 €stark projektabhängigWallbox, Zählerschrank, Sanierung
Dachdeckerca. 30–80 €ca. 90–150 €mittel bis hochSaisonal, wetterabhängig

Wichtig einzuordnen: Diese Zahlen sind Bruttopreise pro Kontakt. Sie beantworten nicht die eigentliche Frage, ob sich der Kanal für dich rechnet. Genau deshalb kommen wir gleich zum CPO.

Der internationale Benchmark stützt das Muster. In der breiten Lead-Generierung lag der <cite index="10-51">2025er Google-Ads-Benchmark bei durchschnittlich 70,11 US-Dollar CPL über alle Branchen, ein Anstieg von 5 Prozent gegenüber 2024.</cite> Facebook zog nach: <cite index="10-53">Der Facebook-CPL stieg 2025 um 26 Prozent auf 27,66 US-Dollar und verringerte damit den Abstand zu Google.</cite> Für dich heißt das: Leadkosten steigen strukturell, nicht nur bei einem Anbieter.


Warum die Kosten pro Auftrag (CPO) entscheiden, nicht der CPL

Weil ein günstiger Lead teuer werden kann und ein teurer Lead günstig, sobald du die Abschlussquote einrechnest.

Die Logik ist einfach: Wenn ein Lead an fünf Betriebe geht, rufen alle fünf denselben Interessenten an. Aus Kundensicht wird daraus ein Preisvergleich, aus deiner Sicht ein Rennen um den ersten Anruf. Das drückt die Abschlussquote massiv. Fachleute im B2B-Marketing formulieren es so: <cite index="7-1,7-2">Die besten Marketer schauen auf die Kosten pro Opportunity, nicht pro Lead. Ein 300-Dollar-CPL mit 25 Prozent Conversion schlägt einen 100-Dollar-CPL mit 5 Prozent Conversion jedes Mal.</cite>

Das Rechenbeispiel (illustrativ, keine garantierten Werte)

Zwei Szenarien für einen PV-Betrieb, rein zur Veranschaulichung:

KennzahlSzenario A: Multi-LeadSzenario B: exklusiv, vorqualifiziert
Preis pro Lead40 €150 €
Abschlussquote (Beispiel)4 %20 %
Leads pro Auftrag255
Kosten pro Auftrag (CPO)1.000 €750 €
Vertriebsaufwand25 Gespräche/Auftrag5 Gespräche/Auftrag

Das ist ein reines Rechenbeispiel mit angenommenen Quoten, keine Zusage. Aber es zeigt das Prinzip: Der scheinbar dreieinhalbmal teurere Lead ist pro Auftrag günstiger, weil deine Verkäufer nur ein Fünftel der Gespräche führen müssen. Genau darum verweisen erfahrene Marktbeobachter darauf, dass <cite index="3-15">wer Leads kaufen muss, weil kein eigenes System vorhanden ist, oft fünf- bis zehnmal mehr pro gewonnenem Auftrag zahlt als ein Betrieb mit eigenem Leadkanal.</cite>


Was treibt den Lead-Preis nach oben oder unten?

Vier Hebel bestimmen, ob ein Lead 30 oder 180 Euro kostet: Exklusivität, Vorqualifizierung, Kanal und Aktualität.

Exklusivität. Der größte Preistreiber. Bei Vergleichsportalen weiß der Interessent, dass er mehrere Angebote bekommt, und erwartet das auch. Beobachter beschreiben, dass <cite index="3-20,3-21">der Interessent sich auf einem Vergleichsportal einträgt, weiß dass er Angebote von mehreren Anbietern erhält, und das jeden Anruf von Anfang an zu einem Preisvergleich macht.</cite> Exklusive Leads sind teurer, aber der Wettbewerb am Telefon fehlt.

Vorqualifizierung. Ein telefonisch geprüfter Kontakt kostet mehr als ein reines Formular-Ergebnis, spart aber Vertriebszeit. Der Landingpage- und Qualifizierungsprozess ist laut Benchmark-Analysen ohnehin der stärkste Hebel: <cite index="10-36">Die Conversion-Rate der Landingpage ist die Variable mit dem größten Einfluss auf den CPL.</cite>

Kanal. Organische Kanäle liefern langfristig günstigere Leads, brauchen aber Vorleistung. Die Analysen zeigen: <cite index="10-31,10-32">Organische Kanäle haben niedrigere CPL, erfordern aber Vorabinvestitionen in Content, SEO und Beziehungsaufbau, und der Vergleich betrifft nicht nur den CPL, sondern auch Zeit bis zum Ergebnis und Nachhaltigkeit.</cite>

Aktualität. Je frischer der Lead, desto höher die Abschlusschance. Ein Standard, den du bei jedem Anbieter abfragen solltest, ist die Lieferzeit von <cite index="3-31">maximal 24 bis 48 Stunden.</cite>


Für wen lohnt sich Leadkauf, für wen der eigene Kanal?

Grob gilt: Vertrieblich starke Teams kommen mit Multi-Leads klar, alle anderen fahren mit exklusiven, vorqualifizierten Anfragen besser.

Multi-Lead-Modelle setzen ein eingespieltes Verkaufsteam voraus. Marktbeobachter formulieren die Voraussetzung deutlich: <cite index="9-28">Für vertrieblich starke Betriebe mit eingespieltem Verkaufsteam kann sich das Modell besonders rechnen, Voraussetzung ist aber, dass deine Verkäufer es gewohnt sind, sich gegen mehrere Mitbewerber durchzusetzen.</cite> Wer diese Schlagzahl nicht hat, verbrennt Budget an Interessenten, die parallel vier andere Angebote einholen.

Der Nachteil bleibt auch bei technisch guten Portalen bestehen: <cite index="3-29">Auch hier stehst du im Wettbewerb mit anderen Betrieben um dieselben Interessenten.</cite> Der Gegenentwurf ist der eigene, exklusive Kanal, bei dem sich <cite index="9-17">die Interessenten direkt bei dir melden, nicht bei drei oder vier weiteren Mitbewerbern.</cite>

Genau hier setzen wir von Anfragenfluss an: exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen, die nur an deinen Betrieb gehen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.


Der Marktkontext 2026: weniger Zubau, härterer Wettbewerb um Aufträge

Der Markt ist enger geworden, das macht planbare Anfragen wichtiger denn je.

17,5 GW
PV-Zubau Deutschland 2025 (BSW-Solar)
299.000
installierte Wärmepumpen 2025 (BWP)
270+
von Anfragenfluss betreute Fachbetriebe

Konkret: <cite index="16-6,16-7">Vorläufigen Prognosen zufolge gingen 2025 in Deutschland neue Solaranlagen mit rund 17,5 GW Leistung ans Netz, etwa auf Vorjahresniveau von 17,7 GW.</cite> Dabei verschieben sich die Segmente stark: <cite index="16-13">Während die neu installierte PV-Leistung auf Freiflächen um etwa 25 Prozent zulegte, ging der Zubau auf Eigenheimen und Gewerbedächern um rund 25 beziehungsweise 5 Prozent zurück.</cite> Für Dachhandwerker heißt das: weniger private Neuanfragen, mehr Konkurrenz um jeden Lead.

Im Wärmesektor läuft es umgekehrt. Laut Bundesverband Wärmepumpe war <cite index="12-2">2025 ein erfolgreiches Absatzjahr für Wärmepumpen: Mit 299.000 installierten Anlagen stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent.</cite> Und die Nachbargewerke profitieren: Im Elektrohandwerk erhöhte sich <cite index="13-17">die Zahl der Geräte, an deren Installation elektrohandwerkliche Betriebe beteiligt waren, von 160.000 im Jahr 2024 auf 205.000 in 2025.</cite>

Diese Verschiebung hat direkte Folgen für deine Leadkosten. Wo die Nachfrage sinkt (private PV-Dächer), steigt der CPL, weil sich mehr Betriebe um weniger Interessenten balgen. Wo sie wächst (Wärmepumpe), bleibt der Wettbewerb um qualifizierte Anfragen ebenfalls hoch, weil neue Vertriebe in den Markt drängen.


Fazit: Rechne bis zum Auftrag, nicht bis zum Lead

Der CPL ist nur der Startpreis. Was zählt, ist die Kosten pro Auftrag inklusive der Vertriebszeit deiner Leute. Ein exklusiver, vorqualifizierter Lead kostet mehr im Einkauf, ist aber pro Auftrag oft deutlich günstiger, weil du weniger Gespräche für denselben Abschluss brauchst und nicht gegen vier andere Angebote ankämpfst.

Willst du wissen, wie hoch dein realer CPO aktuell ist und ob exklusive Anfragen sich für deine Region rechnen? Wir schauen uns im kostenlosen Erstgespräch deine Zahlen an und rechnen ehrlich durch, was ein Auftrag dich heute kostet und was er kosten könnte. Starte direkt mit deiner unverbindlichen Anfragen-Validierung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Photovoltaik-Lead 2026?

PV-Leads kosten 2026 je nach Anbieter, Qualität und Exklusivität rund 25 bis 200 Euro pro Anfrage. Mehrfach vergebene Multi-Leads liegen meist bei 50 bis 70 Euro und gehen an drei bis fünf Betriebe. Exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen sind teurer, dafür ohne Wettbewerb am Telefon.

Was kostet ein Wärmepumpen-Lead?

Wärmepumpen-Leads kosten typischerweise 50 bis 125 Euro pro vermittelter Anfrage. Die Spanne ergibt sich aus Exklusivität und Vorqualifizierung: Ein exklusiver, nur einmal weitergegebener Lead ist teurer, hat aber eine höhere Abschlussquote.

Was ist der Unterschied zwischen CPL und CPO?

CPL (Cost per Lead) ist der Preis für eine einzelne Kundenanfrage. CPO (Cost per Order) sind die tatsächlichen Kosten pro gewonnenem Auftrag, berechnet als CPL geteilt durch die Abschlussquote. Nur der CPO zeigt, ob sich ein Leadkanal wirklich rechnet.

Warum sind exklusive Leads teurer als Multi-Leads?

Exklusive Leads gehen nur an einen Betrieb, es gibt keinen Wettbewerb am Telefon und keinen Preisvergleich. Multi-Leads werden an mehrere Betriebe verkauft, was den Einkaufspreis senkt, aber die Abschlussquote drückt. Pro Auftrag ist der exklusive Lead oft günstiger.

Wie berechne ich meine Kosten pro Auftrag im Handwerk?

Teile deinen CPL durch deine reale Abschlussquote. Beispiel: 150 Euro CPL bei 20 Prozent Abschluss ergibt 750 Euro pro Auftrag. Rechne zusätzlich die Vertriebszeit pro Gespräch ein. Erst diese Gesamtzahl vergleichst du zwischen Anbietern.

An wie viele Betriebe wird ein Lead im Handwerk verkauft?

Bei Portalen und Brokern werden Multi-Leads häufig an drei bis fünf Betriebe gleichzeitig weitergegeben, teils an mehr. Exklusive Leads gehen nur an einen Betrieb. Frag den Anbieter vor Vertragsabschluss immer nach der Verteilung, dem Lead-Alter (Standard 24 bis 48 Stunden) und der Vorqualifizierung.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.