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Markt & Recht·03. August 2026·8 Min. Lesezeit

EEG-Novelle 2026: Ende der Einspeisevergütung als Verkaufschance 2027

Das Kabinett hat die EEG-Novelle beschlossen: feste Einspeisevergütung ab 2027 weg, Direktvermarktung wird Standard. Was das für deinen PV-Vertrieb bedeutet.

EEG-Novelle 2026: Ende der Einspeisevergütung als Verkaufschance 2027

Das Ende der festen Einspeisevergütung ist für PV-Fachbetriebe keine Bedrohung, sondern der stärkste Verkaufshebel seit Jahren. Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 die EEG-Novelle beschlossen: Für Neuanlagen ab dem 1. Januar 2027 entfällt die feste Einspeisevergütung, an ihre Stelle treten eine befristete Übergangszahlung und die Direktvermarktung. Für dich im Vertrieb heißt das: Die Wirtschaftlichkeit verschiebt sich von der Einspeisung hin zu Eigenverbrauch, Speicher und steuerbaren Verbrauchern, also genau zu den margenstarken Komponenten, die du ohnehin verkaufst. Wer das Argument beherrscht, gewinnt 2026 und 2027 Aufträge, statt sie an die Verunsicherung der Kunden zu verlieren.


Was genau hat die EEG-Novelle 2026 beschlossen?

Die feste Einspeisevergütung für alle Neuanlagen endet zum 1. Januar 2027, ersetzt durch eine befristete Übergangszahlung und Direktvermarktung. <cite index="2-6,2-7">Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket beschlossen. Die feste Einspeisevergütung für neue Wind-, PV- und Biomasseanlagen endet, PV-Neuanlagen unter 25 kW erhalten ab 2027 keine dauerhafte Förderung.</cite>

Der ursprünglich befürchtete harte Schnitt ist dabei entschärft worden. <cite index="1-7,1-8">Das ersatzlose Ende der Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt ab 2027 ist vom Tisch. An seine Stelle tritt ein zweistufiges Übergangsmodell.</cite> Konkret sieht der Entwurf für kleine Dachanlagen folgendes vor: <cite index="1-11,1-12,1-13">Neue Anlagen bis 25 Kilowatt, die ab 2027 in Betrieb gehen, sollen zunächst für bis zu 36 Monate eine abgesenkte Einspeisevergütung erhalten. Daran schließt sich für vier Jahre ein Direktvermarktungsbonus an. Eine dauerhafte Förderung nach bisheriger Logik, feste Vergütung über 20 Jahre, ist für diese Anlagenklasse nicht mehr vorgesehen.</cite>

Für deine Kunden das wichtigste Argument überhaupt: <cite index="18-3,18-4">PV-Anlagen mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2027 sollen ihren bisherigen Vergütungsanspruch grundsätzlich behalten.</cite> Das heißt, wer noch 2026 baut, sichert sich die alten Konditionen über die volle Laufzeit.


Wird Direktvermarktung jetzt Pflicht für kleine Anlagen?

Faktisch ja, weil die feste Vergütung als Alternative wegfällt, formal ist die Sache aber differenzierter. Bereits vor der Novelle wurde die Schwelle für die Direktvermarktungspflicht schrittweise abgesenkt. <cite index="9-1,9-2">Bisher galt die Direktvermarktungspflicht für Anlagen ab 100 kW. Künftig soll diese Grenze schrittweise auf 25 kW gesenkt werden.</cite>

Wichtig für die Beratung: Eine echte Zwangsverpflichtung im engeren Sinn gibt es nicht. <cite index="3-9">Wer nicht direkt vermarktet, kann seinen Strom dem Netzbetreiber auch unentgeltlich überlassen, Geld für den eingespeisten Strom gibt es dann allerdings keines.</cite> Das ist der Punkt, an dem dein Verkaufsgespräch ansetzt: Ohne Direktvermarktung oder ohne Eigenverbrauch verschenkt der Kunde seinen Strom.

Die feste Vergütung fällt nicht weg, weil PV sich nicht mehr lohnt. Sie fällt weg, weil Eigenverbrauch und Speicher wirtschaftlich attraktiver geworden sind. Das ist dein Verkaufsargument, kein Problem.


Was bedeutet das konkret für den Vertrieb im Fachbetrieb?

Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage hängt ab 2027 fast vollständig am Eigenverbrauch, und genau daraus ergibt sich dein größter Hebel im Verkauf. <cite index="18-6">Für neue Anlagen werden ein hoher Eigenverbrauch, Batteriespeicher und eine intelligente Steuerung wirtschaftlich wichtiger.</cite>

Der Bundesverband Solarwirtschaft bringt es auf den Punkt: <cite index="21-1">Die wichtigste Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch und damit die Substitution von deutlich teurerem Strombezug vom Energieversorger.</cite> Für den Verkauf heißt das konkret: Du verkaufst keine Einspeisung mehr, du verkaufst Unabhängigkeit vom Strompreis. Die drei Bausteine, die deine Kunden ab 2027 brauchen:

  1. 1Batteriespeicher als Standardkomponente statt Option.
  2. 2Steuerbare Verbraucher wie Wärmepumpe und Wallbox, die den Eigenverbrauch hochtreiben.
  3. 3Energiemanagementsystem für die intelligente Steuerung der Energieflüsse.

Der BSW-Solar rechnet vor, wie sich das auf die Amortisation auswirkt: <cite index="21-4">Die Abschaffung der Einspeisevergütung bedeutet, dass sich die Amortisationszeiten einer Solaranlage von acht bis 15 Jahre mit Förderung auf bis zu 19 Jahre mit Speicher und auf über 30 Jahre ohne Speicher verlängern dürfte.</cite> Übersetzt in dein Verkaufsgespräch: Ohne Speicher rechnet sich die Anlage für den Kunden ab 2027 kaum noch. Mit Speicher und Eigenverbrauch bleibt sie attraktiv. Der Speicher ist damit kein Upsell mehr, sondern die Voraussetzung.


Für wen lohnt sich PV ab 2027 überhaupt noch?

Für Haushalte und Gewerbe mit hohem Eigenverbrauch lohnt es sich klar, für reine Volleinspeiser ohne Speicher kaum noch. Ein unabhängiges Planungsbüro formuliert die neue Kernfrage so: <cite index="20-12,20-13">Die Kernfrage ist nicht EEG-Reform ja oder nein, sondern Eigenverbrauch ja oder nein. Eine 25-kWp-Dach-PV ohne Einspeisevergütung ab 2027 rechnet sich für ein Einfamilienhaus nur dann, wenn die Eigenverbrauchsquote über 70 Prozent liegt.</cite>

Das ist eine Steilvorlage für deine Zielgruppenansprache. Deine besten Kunden ab 2027 sind:

  • Haushalte mit Wärmepumpe und E-Auto, weil sie den Strom selbst verbrauchen. <cite index="22-1,22-2,22-3">Ab 2027 hängt die Wirtschaftlichkeit fast komplett davon ab, wie viel man von seinem Solarstrom selbst verbraucht. Und wer verbraucht viel? Wer eine Wärmepumpe betreibt, ein Elektroauto lädt und einen ausreichend dimensionierten Speicher hat.</cite>
  • Gewerbebetriebe mit hohem Tagesstromverbrauch, deren Lastprofil zur PV-Erzeugung passt.
  • Mehrfamilienhäuser mit Mieterstrom, weil hier der Eigenverbrauch systembedingt hoch bleibt. <cite index="17-6">Je höher der Eigenverbrauchsanteil, desto weniger abhängig ist das Projekt von Einspeisevergütungen und desto stabiler bleibt die Wirtschaftlichkeit auch unter den neuen Regeln.</cite>

Genau hier verzahnen sich PV, Wärmepumpe und Elektro zu einem Gesamtpaket. Wenn du diese Gewerke unter einem Dach anbietest, wird die EEG-Novelle für dich zum Cross-Selling-Motor. Wie du daraus planbar mehr Anfragen machst, zeigen wir dir in unseren Leistungen.


Die neue PV-Beratung im Vergleich: alt vs. ab 2027

Diese Tabelle kannst du als Argumentationsgrundlage direkt ins Verkaufsgespräch übernehmen.

KriteriumPV-Beratung bis 2026PV-Beratung ab 2027
VergütungsmodellFeste Einspeisevergütung, 20 Jahre garantiertÜbergangszahlung 36 Monate, dann Direktvermarktung
Wichtigster WirtschaftshebelEinspeisung plus EigenverbrauchEigenverbrauch, Einspeisung nebensächlich
SpeicherEmpfehlenswerte OptionFaktisch Voraussetzung für Rentabilität
Steuerbare VerbraucherNice-to-haveZentraler Hebel für Eigenverbrauchsquote
VerkaufsargumentRendite durch EinspeisungUnabhängigkeit vom Strompreis
Ideal-KundeFast jeder DachbesitzerHaushalt/Gewerbe mit hohem Verbrauch
270+
betreute Fachbetriebe
180+
aktive Kunden
2.000+
vereinbarte Vor-Ort-Termine

Wie machst du aus der Verunsicherung planbare Anfragen?

Indem du die Kommunikation aktiv steuerst, statt zu warten, bis verunsicherte Kunden von selbst weniger anfragen. Die Branche spürt den Effekt bereits. <cite index="16-12">Die aktuelle Hektik auf dem Markt, Solaranlagen noch 2026 auf den Weg zu bringen, setzt Handwerksbetriebe, Banken und Solar-Investoren unter Stress.</cite> Dieses Zeitfenster ist ein Anfragen-Booster, wenn du es mit der richtigen Botschaft bespielst.

Rechenbeispiel (illustrativ, keine garantierten Werte): Ein Fachbetrieb schaltet gezielt Werbeanzeigen mit der Botschaft „Feste Einspeisevergütung nur noch bis Ende 2026 sichern". Die daraus generierten Anfragen werden telefonisch vorqualifiziert, bevor sie beim Betrieb landen. So kommen nur Kunden mit echtem Kaufinteresse und passender Dachsituation zum Vor-Ort-Termin. Das Ergebnis: weniger Leerläufe im Außendienst, höhere Abschlussquote. Die konkreten Zahlen hängen von Region, Angebot und Betrieb ab, das Prinzip funktioniert aber unabhängig davon.

Genau an dieser Stelle setzen wir bei Anfragenfluss an: exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen für PV-, Wärmepumpen-, SHK- und Elektrobetriebe. Keine geteilten Portal-Leads, sondern Kontakte, die nur an dich gehen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.


Direktvermarktung, negative Strompreise und Smart Meter: das musst du erklären können

Drei technische Punkte kommen im Verkaufsgespräch ab 2027 garantiert auf, bereite dich darauf vor.

Erstens die Smart-Meter-Pflicht. <cite index="18-11,18-12">Eine Smart-Meter-Pflicht für PV-Anlagen mit mehr als 2 kW ist geplant. Zusammen mit einer Steuerungseinrichtung ermöglicht das intelligente Messsystem die Direktvermarktung und netzdienliche Steuerung.</cite>

Zweitens die negativen Strompreise. <cite index="18-13,18-14,18-15">Bei negativen Strompreisen an der Strombörse sollen Übergangszahlung und Direktvermarktungsbonus auf null sinken. Mit der niedrigeren Einspeisevergütung 2027 wächst der wirtschaftliche Abstand zwischen Einspeisung und Eigenverbrauch.</cite> Für den Kunden bedeutet das: In Stunden, in denen ohnehin nichts verdient wird, ist selbst verbrauchter oder gespeicherter Strom Gold wert.

Drittens die Marktzahlen zur Einordnung. Die PV ist längst systemrelevant, das nimmt dem Thema die Panik. <cite index="11-13">Photovoltaik deckt inzwischen fast 15 Prozent des Strombedarfs in Deutschland und ist damit eine tragende Säule im Stromsystem.</cite> Politisch bleibt der Ausbaupfad bestehen: <cite index="1-15">Am Ziel von 80 Prozent Ökostromanteil bis 2030 hält der Entwurf fest, 2025 lag der Anteil bei 58 Prozent.</cite> Der Markt schrumpft also nicht, er wird nur anders bedient.


Die EEG-Novelle 2026 verändert nicht, ob PV gekauft wird, sondern wie du es verkaufst. Wer die Eigenverbrauchs-Story beherrscht und das Zeitfenster bis Ende 2026 nutzt, macht aus der Regulierung einen Wettbewerbsvorteil. Voraussetzung: Es müssen genug qualifizierte Anfragen reinkommen, damit dein Vertrieb überhaupt argumentieren kann. Genau dafür sind wir da. Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch prüfen, wie du 2026 und 2027 planbar mehr Vor-Ort-Termine bekommst, jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen oder direkt deine Anfragen-Situation über den Konfigurator validieren.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.