Was kostet ein Handwerker-Lead 2026? CPL-Spannen je Gewerk
Realistische CPL-Spannen 2026 für SHK, Elektro, Dachdecker, PV und Wärmepumpe. Und warum nur der Cost-per-Job zeigt, ob sich ein Lead wirklich rechnet.
Ein Handwerker-Lead kostet 2026 je nach Gewerk und Exklusivität zwischen etwa 6 und 200 Euro pro Anfrage. Für SHK und Elektro liegen die üblichen Preise bei rund 35 bis 120 Euro, bei Photovoltaik und Wärmepumpe eher bei 25 bis 200 Euro. Aber der reine Lead-Preis sagt dir nichts über deinen Gewinn. Die einzige ehrliche Kennzahl ist der Cost-per-Job: was dich ein tatsächlich abgeschlossener Auftrag am Ende kostet. Ein 30-Euro-Lead, der nie zum Auftrag wird, ist teurer als ein 120-Euro-Lead, der abschließt.
Als Agentur, die 270+ Fachbetriebe im PV-, Wärmepumpen-, SHK- und Elektrobereich betreut, sehen wir täglich, wie stark sich Betriebe von niedrigen Lead-Preisen blenden lassen. Dieser Artikel zeigt dir realistische Spannen je Gewerk, wie du daraus deinen echten Auftrags-Cost rechnest und worauf du beim Einkauf achten musst.
Was kostet ein Lead 2026 je Gewerk?
Die Preise liegen 2026 grob zwischen 6 und 200 Euro pro Lead, je nachdem ob der Kontakt exklusiv oder mehrfach verkauft wird. Exklusive, vorqualifizierte Anfragen sind teurer, aber deutlich besser verwertbar.
Die folgenden Spannen sind Marktrichtwerte aus öffentlich einsehbaren Anbieterangaben, keine garantierten Preise. <cite index="6-2,6-11">Der gängige Preis für einen Lead im Photovoltaik-Bereich liegt zwischen 25 und 150 Euro pro Kundenanfrage, wobei die meisten PV-Leads für 50 bis 70 Euro erhältlich sind und an 3 bis 5 Fachbetriebe weitergegeben werden.</cite>
| Gewerk | Typische CPL-Spanne (geteilt) | Exklusiv / vorqualifiziert | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| SHK / Heizung | 35–120 € | höher | breite Bedarfslage, Notdienst bis Sanierung |
| Elektro | 30–100 € | höher | Wallbox/KNX-Spezialisierung teurer |
| Dachdecker | 29–120 € | höher | hohe Auftragswerte, saisonal |
| Photovoltaik | 25–200 € | deutlich höher | oft an 3–5 Betriebe verkauft |
| Wärmepumpe | ca. 40–150 € | deutlich höher | starke Konkurrenz um denselben Lead |
Für SHK nennen Anbieter meist einen mittleren Bereich. <cite index="13-2">Die Kosten für SHK-Leads liegen im Durchschnitt zwischen 35 und 120 Euro pro qualifiziertem Kontakt.</cite> Bei Photovoltaik geht die Spanne weiter auseinander. <cite index="3-1">Die Kosten für Photovoltaik-Leads liegen je nach Anbieter, Qualität und Exklusivität zwischen 25 und 200 Euro pro Anfrage.</cite>
Bei Dachdecker-Leads zeigt sich der typische Unterschied zwischen Portal und exklusiver Vermittlung besonders deutlich. <cite index="22-7,22-8">Während Leadportale Dachprojekte oft teilen und dafür Preise zwischen 29 und 120 Euro ansetzen, gibt es vorqualifizierte Dachdecker-Leads bei spezialisierten Agenturen teils schon ab 6 Euro pro Lead.</cite> So niedrige Einstiegspreise sind fast immer an Volumenpakete oder Setup-Gebühren gekoppelt, prüfe also immer die Gesamtrechnung.
Warum ist Cost-per-Job die einzig ehrliche Kennzahl?
Weil der Lead-Preis nur die halbe Rechnung ist. Erst wenn du ihn durch deine Abschlussquote teilst, siehst du, was ein echter Auftrag kostet.
Ein Beispiel, klar als Rechenbeispiel gekennzeichnet:
- Kanal A (billig, geteilt): 30 € pro Lead, aber der Kontakt geht an 5 Betriebe. Abschlussquote 8 %. Cost-per-Job = 30 € / 0,08 = 375 €.
- Kanal B (teuer, exklusiv, vorqualifiziert): 120 € pro Lead, exklusiv nur an dich, telefonisch vorqualifiziert. Abschlussquote 25 %. Cost-per-Job = 120 € / 0,25 = 480 €.
Auf den ersten Blick gewinnt der billige Lead. Aber sobald du die Zeit deines Vertriebs, die Anfahrten und die Frustration bei nicht erreichbaren Kontakten mitrechnest, kippt das Bild häufig. Genau dieser Effekt ist im Markt bekannt. <cite index="3-15">Wer Photovoltaik-Leads kaufen muss, weil kein eigenes System vorhanden ist, zahlt oft fünf- bis zehnmal mehr pro gewonnenem Auftrag als ein Betrieb mit eigenem Kanal.</cite>
Nicht der Lead-Preis entscheidet über deine Marge, sondern was dich ein abgeschlossener Auftrag inklusive verschwendeter Vertriebszeit kostet.
Der Kernfaktor dahinter ist die Exklusivität. <cite index="9-2,9-3">Häufig stammen Wärmepumpen-Leads aus allgemeinen Kampagnen, sind nicht vorqualifiziert oder werden gleichzeitig an mehrere Betriebe weitergegeben, was zu Preisdruck, Vergleichsanfragen und Interessenten ohne konkrete Umsetzungsabsicht führt.</cite> Jeder zusätzliche Betrieb am selben Lead senkt deine Abschlusswahrscheinlichkeit und treibt deinen Cost-per-Job nach oben.
Was beeinflusst den Lead-Preis?
Der Preis hängt vor allem von Exklusivität, Region und Gewerk ab. Je knapper und kaufbereiter der Kontakt, desto teurer.
Die wichtigsten Faktoren im Überblick:
- 1Exklusiv vs. geteilt. Der größte Hebel. <cite index="17-4,17-5">Ein Lead wird oft an mehrere Unternehmen verkauft; in der Photovoltaik-Branche ist es üblich, dass ein Lead an 3 bis 5 Betriebe weitergegeben wird.</cite>
- 2Vorqualifizierung. Ein telefonisch geprüfter Kontakt mit verifizierter Nummer und echtem Bedarf kostet mehr, spart aber Leerläufe im Vertrieb.
- 3Region. Städtische Ballungsräume sind teurer als ländliche Gebiete, dafür ist dort das Volumen höher.
- 4Gewerk und Auftragswert. Bei hohen Auftragswerten (PV, Wärmepumpe, Dachsanierung) sind höhere CPL wirtschaftlich tragbar.
- 5Datenqualität und DSGVO. <cite index="4-8">DSGVO-konforme Erhebung ist Pflicht, verlange beim Leadkauf immer die Einwilligungsdokumentation, sonst riskierst du Bußgelder.</cite>
Zur Einordnung der Wirtschaftlichkeit hilft der Blick auf typische Auftragswerte. <cite index="10-8">Die Kosten einer Wärmepumpe liegen in der Regel zwischen 10.000 und 30.000 Euro.</cite> Bei solchen Volumina ist selbst ein Cost-per-Job von mehreren hundert Euro problemlos tragbar, solange der Lead exklusiv und abschlussstark ist.
Welche Bezugsquellen gibt es, und wie unterscheiden sie sich?
Es gibt drei Wege an Anfragen: Leadportale, spezialisierte Agenturen und der eigene Kanal. Sie unterscheiden sich vor allem in Exklusivität, Kontrolle und langfristigem Cost-per-Job.
| Kriterium | Leadportal | Lead-Agentur (exklusiv) | Eigener Kanal |
|---|---|---|---|
| Exklusivität | meist geteilt (3–5+) | exklusiv | vollständig exklusiv |
| Vorqualifizierung | selten | oft telefonisch | selbst gesteuert |
| CPL kurzfristig | niedrig–mittel | mittel–hoch | Aufbaukosten |
| Cost-per-Job | oft hoch | mittel | langfristig niedrig |
| Planbarkeit | schwankend | hoch | hoch nach Aufbau |
| Markenaufbau | nein | teils | ja |
Portale liefern schnell Volumen, aber du teilst dir den Kontakt. <cite index="8-7,8-8">Viele Anbieter schalten generische Anzeigen und verkaufen jeden Lead an dutzende Betriebe gleichzeitig, was zu überfüllten Kundentelefonen, Frust bei Interessenten, hohen Stornoraten und sinkenden Erfolgsquoten führt.</cite>
Der Aufbau eines eigenen oder agenturgestützten Kanals kostet anfangs mehr, senkt aber den Cost-per-Job dauerhaft. <cite index="15-13">Mit einer eigenen Strategie zur Leadgenerierung senkst du langfristig die Kosten pro Lead, erhöhst deine Bekanntheit in der Region und baust eine planbare Pipeline auf.</cite> Genau hier setzt Anfragenfluss mit exklusiven, telefonisch vorqualifizierten Anfragen an.
Für wen lohnt sich welcher Weg?
Kurz gesagt: Wer sofort Volumen braucht und kalkuliert testet, kann mit Portalen starten. Wer planbar wachsen und die Marge halten will, baut einen exklusiven Kanal auf.
Planbarkeit ist dabei der eigentliche Wert. <cite index="1-14,1-15,1-16">Mit einem festen Lead-Kanal kannst du steuern, wie viele Anfragen du pro Woche erhältst, deine Kapazitäten gezielt auslasten und jeden Monat einschätzen, wie viele Termine dein Vertrieb hat, besonders wenn du neues Personal eingestellt hast und die Auslastung sichern musst.</cite>
Für die meisten unserer Fachbetriebe ist die entscheidende Frage nicht "billiger Lead oder teurer Lead", sondern: Passt der Anfragenstrom zu meiner Monteur-Kapazität und meiner Zielmarge? Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.
So rechnest du deinen eigenen Cost-per-Job aus
Nimm deine letzten 20 bis 50 Anfragen aus einem Kanal und rechne ehrlich durch. Nur mit echten Zahlen erkennst du, welcher Kanal für dich funktioniert.
- 1Gesamtkosten des Kanals im Zeitraum (Lead-Gebühren plus Setup plus anteilige Werbekosten).
- 2Anzahl gewonnener Aufträge aus diesen Leads.
- 3Cost-per-Job = Gesamtkosten geteilt durch Aufträge.
- 4Gegenrechnen mit deinem durchschnittlichen Deckungsbeitrag pro Auftrag.
- 5Vertriebszeit einpreisen: wie viele Stunden hat dein Team für nicht erreichbare oder unpassende Leads verbraucht?
Ergibt dein Cost-per-Job weniger als deinen Deckungsbeitrag pro Auftrag, rechnet sich der Kanal. Wenn nicht, liegt das fast nie am Lead-Preis, sondern an geteilter Exklusivität oder fehlender Vorqualifizierung.
Du willst wissen, wie hoch dein realistischer Cost-per-Job in deinem Gewerk und deiner Region ist, statt nur auf den Lead-Preis zu schauen? Dann lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch deine aktuellen Zahlen durchrechnen und prüfen, ob exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen für dich rechnen. Starte jetzt mit unserem Konfigurator oder nimm direkt Kontakt auf. Wir zeigen dir ehrlich, welche Anfragenmenge zu deiner Kapazität passt, ohne erfundene Garantieversprechen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Handwerker-Lead 2026 im Durchschnitt?
Je nach Gewerk und Exklusivität liegen die Preise 2026 zwischen etwa 6 und 200 Euro pro Lead. SHK und Elektro bewegen sich meist bei 35 bis 120 Euro, Photovoltaik und Wärmepumpe eher bei 25 bis 200 Euro. Exklusive, vorqualifizierte Anfragen sind teurer, aber deutlich besser verwertbar.
Warum sind Photovoltaik-Leads oft teurer als andere Gewerke?
Weil der PV-Markt stark umkämpft ist und viele Betriebe um dieselben Interessenten konkurrieren. Laut Bundesnetzagentur wurden 2025 über 600.000 neue Solaranlagen installiert. Zudem werden PV-Leads häufig an 3 bis 5 Betriebe gleichzeitig verkauft, was den Wettbewerb um den einzelnen Kontakt zusätzlich erhöht.
Was ist der Unterschied zwischen Cost-per-Lead und Cost-per-Job?
Cost-per-Lead ist der Preis für eine einzelne Kontaktanfrage. Cost-per-Job ist der Betrag, den du pro tatsächlich gewonnenem Auftrag ausgegeben hast, also CPL geteilt durch deine Abschlussquote. Nur der Cost-per-Job zeigt, ob sich ein Kanal für deinen Betrieb wirklich rechnet.
Sind billige Leads unter 10 Euro sinnvoll?
Meist nicht. Extrem niedrige Preise bedeuten in der Regel Mehrfachverkauf an viele Betriebe, generische Kampagnen oder alte Datensätze. Solche Leads haben niedrige Abschlussquoten und einen hohen Cost-per-Job. Rechne jedes Lockangebot auf den echten Auftrags-Cost hoch, bevor du buchst.
Was macht einen hochwertigen Handwerker-Lead aus?
Ein guter Lead ist erreichbar, hat einen echten Bedarf und aktuelle Daten. Exklusivität und telefonische Vorqualifizierung sind die stärksten Qualitätsmerkmale, weil sie deine Abschlussquote erhöhen. Achte außerdem auf eine DSGVO-konforme Einwilligungsdokumentation, um Bußgelder zu vermeiden.
Lohnt sich ein eigener Lead-Kanal gegenüber Portalen?
Für planbares Wachstum meist ja. Portale liefern schnell Volumen, teilen den Kontakt aber oft mit mehreren Betrieben, was den Cost-per-Job hochtreibt. Ein eigener oder agenturgestützter Kanal kostet anfangs mehr, senkt langfristig aber die Kosten pro Auftrag und schafft eine planbare Pipeline.
Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?
Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.