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Markt & Recht·24. Juni 2026·7 Min. Lesezeit

Aroundhome, MyHammer & Co: Lohnen sich Handwerker-Portale?

Geteilte Leads, CPL, Bewertungsdruck: Wie Handwerker-Portale wirklich funktionieren und wann sich exklusive, vorqualifizierte Anfragen mehr lohnen.

Aroundhome, MyHammer & Co: Lohnen sich Handwerker-Portale?

Handwerker-Portale wie Aroundhome, MyHammer oder Blauarbeit lohnen sich vor allem dann, wenn du schnell Anfragenvolumen brauchst, freie Kapazitäten füllen willst und mit dem geteilten Wettbewerb um dieselbe Anfrage leben kannst. Sie verkaufen in der Regel keine exklusiven Kontakte, sondern stellen eine Anfrage mehreren Betrieben gleichzeitig zur Verfügung oder verlangen pro Lead eine Gebühr (CPL). Für planbares Wachstum mit hoher Abschlussquote sind exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen über eine spezialisierte Agentur in der Regel die stärkere Wahl, weil du nicht gegen drei bis fünf andere Betriebe um denselben Kunden kämpfst. Welches Modell für deinen Betrieb passt, hängt von Marge, Schlagkraft im Vertrieb und Wachstumsziel ab.


Wie funktioniert das Geschäftsmodell der Handwerker-Portale?

Portale verdienen Geld daran, Kundenanfragen zu sammeln und an Fachbetriebe zu vermitteln, meist nach dem Prinzip geteilter Leads oder per Cost-per-Lead (CPL). Der Kunde füllt online ein Formular aus oder ruft an, das Portal qualifiziert die Anfrage grob vor und leitet sie weiter.

Im Kern gibt es drei verbreitete Abrechnungslogiken:

  • Cost-per-Lead (CPL): Du zahlst einen festen Betrag pro vermitteltem Kontakt, unabhängig davon, ob du den Auftrag gewinnst.
  • Provision pro Auftrag: Du zahlst erst, wenn ein Auftrag zustande kommt, dafür einen prozentualen Anteil.
  • Abo- oder Mitgliedschaftsmodelle: Du zahlst monatlich für Sichtbarkeit, ein Profil und eine bestimmte Menge an Anfragen oder Gutschriften.

Der wichtige Punkt für dich als Geschäftsführer: Bei den meisten Vermittlungsportalen wird dieselbe Anfrage an mehrere Betriebe gleichzeitig ausgespielt. Du bist also einer von oft drei bis fünf Anbietern, die der Kunde kontaktiert. Wer zuerst und am günstigsten antwortet, hat den Vorteil.

Bei geteilten Leads verkaufst du nicht mehr deine Qualität, sondern deine Reaktionsgeschwindigkeit und deinen Preis.


Was kosten Leads über Portale wie Aroundhome oder MyHammer?

Die Kosten variieren stark nach Gewerk, Region und Auftragswert, von wenigen Euro pro Kontakt bis zu dreistelligen Beträgen bei hochwertigen Anfragen wie Photovoltaik oder Wärmepumpe. Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil jedes Portal eigene Preislogiken und Gewerk-Staffeln nutzt.

Entscheidend ist nicht der reine Lead-Preis, sondern der effektive Preis pro gewonnenem Auftrag. Rechne immer so:

Genau hier liegt der oft übersehene Punkt: Ein günstiger Lead-Preis ist wertlos, wenn die Abschlussquote durch geteilten Wettbewerb gedrückt wird. Mehr dazu, wie wir Anfragen vorqualifizieren, findest du auf unserer Seite Leistungen.


Welche Vorteile bieten Handwerker-Portale?

Portale punkten mit Geschwindigkeit, geringem Einstieg und Planbarkeit beim Volumen. Für viele Betriebe sind sie ein sinnvoller erster Kanal oder eine Ergänzung, um Kapazitätslücken zu füllen.

Die wichtigsten Stärken:

  • Schneller Start: Profil anlegen, Budget hinterlegen, erste Anfragen kommen oft binnen Tagen.
  • Kein eigener Marketing-Aufwand: Du musst keine Werbeanzeigen oder Landingpages bauen.
  • Bekannte Marken: Große Portale haben hohe Reichweite und Endkunden-Vertrauen.
  • Flexibles Volumen: Du kannst die Menge je nach Auslastung hoch- und runterfahren.

Für einen Betrieb, der kurzfristig Lücken im Auftragsbuch schließen will, kann das ein pragmatischer Hebel sein.


Was sind die typischen Kritikpunkte an Portalen?

Die häufigste Kritik betrifft den geteilten Wettbewerb um dieselbe Anfrage, schwankende Lead-Qualität und den Druck durch öffentliche Bewertungen. Diese Punkte hörst du in der Praxis von vielen Fachbetrieben.

1. Wettbewerb um dieselbe Anfrage. Wenn vier oder fünf Betriebe denselben Kontakt bekommen, entsteht ein Wettlauf um Tempo und Preis. Der Kunde vergleicht Angebote, deine Marge gerät unter Druck.

2. Schwankende Lead-Qualität. Nicht jede Anfrage ist ernst gemeint, hat Budget oder ist überhaupt erreichbar. Bei geteilten Leads zahlst du oft trotzdem.

3. Bewertungsdruck. Plattformen mit öffentlichen Bewertungen können Betriebe unter Zugzwang setzen. Eine einzelne negative Bewertung wirkt stark, und der Umgang mit Reklamationen wird teils vom Bewertungssystem mitbestimmt.

4. Wenig Kontrolle über die Marke. Du erscheinst als ein Profil unter vielen, nicht als eigenständige Marke mit eigener Positionierung.


Wie funktioniert das Modell exklusiver, vorqualifizierter Anfragen?

Bei diesem Modell generiert eine spezialisierte Agentur Anfragen exklusiv für deinen Betrieb, prüft sie telefonisch vor und übergibt dir nur Kontakte, die echtes Interesse, Budget und Erreichbarkeit mitbringen. Du bekommst keine geteilten Leads, sondern Kontakte, die niemand sonst erhält.

So läuft es typischerweise:

  1. 1Zielgerichtete Werbeanzeigen sprechen Endkunden in deiner Region für dein Gewerk an.
  2. 2Telefonische Vorqualifizierung filtert unrealistische, nicht erreichbare oder nicht passende Anfragen heraus.
  3. 3Exklusive Übergabe an deinen Betrieb, oft direkt als terminierter Vor-Ort-Besuch.

Der Effekt: Du sprichst mit Interessenten, die nicht parallel drei Wettbewerbern eine Absage erteilen, sondern gezielt mit dir reden wollen. Wie das bei realen Betrieben aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.

Exklusivität verändert das Spiel: Du verkaufst wieder deine Leistung statt den niedrigsten Preis.

270+
betreute Fachbetriebe
2.000+
vereinbarte Vor-Ort-Termine
180+
aktive Kunden

Portal oder Agentur: der direkte Vergleich

Die kurze Antwort: Portale liefern schnell Volumen bei geringem Einstieg, eine Agentur mit exklusiven Anfragen liefert weniger, aber besser abschließbare Kontakte mit voller Markenkontrolle. Welches Modell passt, hängt von deinem Vertrieb und deiner Marge ab.

KriteriumHandwerker-Portale (geteilt/CPL)Exklusive Anfragen via Agentur
Exklusivitätmeist geteilt an mehrere Betriebeexklusiv nur für deinen Betrieb
Wettbewerb pro Anfragehoch, oft 3–5 Betriebekeiner, du sprichst allein mit dem Kunden
Vorqualifizierunggrob, automatisierttelefonisch, persönlich geprüft
Abschlussquotetendenziell niedrigertendenziell höher
Preisdruckhoch (Kunde vergleicht)gering (kein Direktvergleich)
MarkenwirkungProfil unter vieleneigene Marke, eigene Werbung
Einstieg/Temposehr schnelletwas Anlauf für Setup
Volumenflexibel, hochgezielt nach Kapazität
Planbarkeitschwankendhoch, weil Termine statt Rohkontakte

Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Ein Betrieb, der einfach kurzfristig Lücken füllt, fährt mit Portalen oft gut. Ein Betrieb, der planbar wachsen, Mitarbeiter auslasten und die Marge schützen will, ist mit exklusiven, vorqualifizierten Anfragen meist besser bedient.


Für wen lohnt sich welches Modell?

Portale lohnen sich für Betriebe mit Fokus auf Volumen und Tempo, exklusive Anfragen lohnen sich für Betriebe mit klarer Wachstumsstrategie und Wert auf Abschlussqualität. Die Entscheidung ist keine Glaubensfrage, sondern eine Rechenaufgabe.

Frage dich konkret:

  • Wie hoch ist deine Abschlussquote heute, und wie schnell reagiert dein Vertrieb?
  • Verträgt deine Marge den Preisdruck durch geteilten Wettbewerb?
  • Willst du primär Volumen oder primär Qualität und Planbarkeit?
  • Wie wichtig ist dir die eigene Marke gegenüber dem Erscheinen als Portal-Profil?

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Achte auf Exklusivität, transparente Qualitätskriterien, faire Gutschriftregeln und nachvollziehbare Referenzen aus deinem Gewerk. Diese Punkte trennen einen guten Anbieter von einem teuren Versuch.

Eine kurze Checkliste für dein nächstes Gespräch, egal ob Portal oder Agentur:

  1. 1Exklusiv oder geteilt? Lass dir schriftlich bestätigen, wie Anfragen vergeben werden.
  2. 2Wie wird vorqualifiziert? Automatisches Formular oder echter Telefon-Check?
  3. 3Gibt es Gutschriften bei nicht erreichbaren oder unpassenden Kontakten?
  4. 4Welche Laufzeit und Kündigungsfrist gelten?
  5. 5Gibt es Referenzen aus deinem Gewerk und deiner Region?

Wenn du wissen willst, ob exklusive Anfragen für dein Gewerk und deine Region rechnen, lass uns das gemeinsam durchrechnen. Über unseren Konfigurator bekommst du eine erste Einschätzung.


Du musst dich nicht zwischen Volumen und Qualität entscheiden, ohne die Zahlen zu kennen. Wir aus Freiburg haben über 270 Fachbetriebe begleitet und mehr als 2.000 Vor-Ort-Termine vereinbart, immer mit exklusiven, telefonisch vorqualifizierten Anfragen. Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch prüfen, wie planbar dein Auftragsbuch werden kann und ob exklusive Anfragen für deinen Betrieb wirtschaftlicher sind als geteilte Portal-Leads. Vereinbare jetzt dein unverbindliches Gespräch über unsere Kontaktseite und bring die Auslastung deines Teams auf ein planbares Fundament.

Häufige Fragen

Lohnen sich Handwerker-Portale wie Aroundhome oder MyHammer?

Sie lohnen sich vor allem, wenn du schnell Anfragenvolumen brauchst und mit dem geteilten Wettbewerb um dieselbe Anfrage leben kannst. Für planbares Wachstum mit hoher Abschlussquote sind exklusive, vorqualifizierte Anfragen meist die wirtschaftlichere Wahl, weil du nicht gegen mehrere Betriebe um denselben Kunden konkurrierst.

Was ist der Unterschied zwischen geteilten und exklusiven Leads?

Ein geteilter Lead wird parallel an mehrere Betriebe verkauft, du konkurrierst direkt um Tempo und Preis. Ein exklusiver Lead gehört nur deinem Betrieb, niemand sonst erhält denselben Kontakt. Das hebt in der Regel deine Abschlussquote deutlich.

Wie viel kostet ein Lead über ein Handwerker-Portal?

Die Preise variieren stark nach Gewerk, Region und Auftragswert, von wenigen Euro bis zu dreistelligen Beträgen bei hochwertigen Anfragen wie Photovoltaik oder Wärmepumpe. Entscheidend ist nicht der Lead-Preis, sondern der effektive Preis pro gewonnenem Auftrag inklusive Abschlussquote.

Was sind die größten Nachteile von Handwerker-Portalen?

Die häufigsten Kritikpunkte sind der geteilte Wettbewerb um dieselbe Anfrage, schwankende Lead-Qualität, Bewertungsdruck und wenig Kontrolle über die eigene Marke. Diese Faktoren drücken oft Marge und Abschlussquote.

Was bringt eine Agentur mit exklusiven, vorqualifizierten Anfragen?

Eine spezialisierte Agentur generiert Anfragen exklusiv für deinen Betrieb und prüft sie telefonisch vor, sodass du nur Kontakte mit echtem Interesse, Budget und Erreichbarkeit bekommst. Du sprichst allein mit dem Kunden, das reduziert Preisdruck und erhöht die Planbarkeit.

Sollte ich Portale und Agentur kombinieren?

Viele Fachbetriebe nutzen beides: Portale für kurzfristige Lückenfüller und eine Agentur mit exklusiven Anfragen als planbares Wachstums-Fundament. Wichtig ist, beide Kanäle nach Kosten pro gewonnenem Auftrag zu bewerten, nicht nach dem reinen Lead-Preis.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.