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Markt & Recht·09. September 2026·8 Min. Lesezeit

Wertschöpfungsbonus Wärmepumpe 2027: Was Heizungsbetriebe jetzt wissen müssen

Ab Q1 2027 entscheidet die Herkunft der Wärmepumpe über den Fördersatz. Was der Wertschöpfungsbonus für Geräteauswahl, Beratung und deine Anfragen bedeutet.

Wertschöpfungsbonus Wärmepumpe 2027: Was Heizungsbetriebe jetzt wissen müssen

Der Wertschöpfungsbonus ist ein neuer Förderbaustein der BEG-Heizungsförderung, der ab dem ersten Quartal 2027 gilt. Ab diesem Zeitpunkt sinkt die Grundförderung für Wärmepumpen von 30 auf 15 Prozent, und nur Geräte mit Ursprung in der EU (plus assoziierte Märkte) erhalten zusätzlich 15 Prozentpunkte Wertschöpfungsbonus und kommen damit wieder auf 30 Prozent. Für dich als Fachbetrieb heißt das: Ab 2027 entscheidet erstmals der Fertigungsort einer Wärmepumpe mit darüber, wie viel Zuschuss dein Kunde bekommt. Wer das im Beratungsgespräch sauber beherrscht, gewinnt Vertrauen, verkauft die richtigen Geräte und wandelt mehr Anfragen in Aufträge um.


Was ist der Wertschöpfungsbonus für Wärmepumpen genau?

Der Wertschöpfungsbonus belohnt ab Q1 2027 Wärmepumpen mit EU-Fertigung mit 15 zusätzlichen Prozentpunkten Förderung. <cite index="1-5,1-6,1-7">Im ersten Quartal 2027 soll ein sogenannter Wertschöpfungsbonus eingeführt werden. Die Grundförderung sinkt dann für Wärmepumpen, die außerhalb der EU gefertigt, gebaut oder zusammengebaut wurden, auf 15 Prozent. Gleichzeitig erhalten Wärmepumpen, die innerhalb der EU gefertigt wurden, einen Wertschöpfungsbonus in Höhe von 15 Prozent.</cite>

Für dich im Alltag bedeutet das: Die 30 Prozent Grundförderung, die Kunden heute selbstverständlich einplanen, sind ab 2027 nur noch für EU-Geräte drin. <cite index="13-3">Gleichzeitig sinkt der Fördersatz für Wärmepumpen von 30 auf 15 Prozent, der Bonus holt diese Halbierung für EU-Geräte also wieder auf.</cite> Der Baustein steht rechtlich fest. <cite index="13-2">Er gilt ab dem ersten Quartal 2027 und steht in Nummer 8.4.6 der seit dem 21.07.2026 geltenden BEG-Förderrichtlinie.</cite>

Wichtig für die Einordnung: Parallel entfielen mit der Reform zum 21. Juli 2026 bereits andere Bausteine. <cite index="5-5,5-6">Der frühere Effizienzbonus von 5 Prozent und der Emissionsminderungszuschlag für Biomasse in Höhe von 2.500 Euro sind seit dem 21. Juli 2026 ersatzlos entfallen und werden nicht mehr gewährt.</cite>

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Wertschöpfungsbonus ab Q1 2027

Wie hoch ist die Förderung mit und ohne Wertschöpfungsbonus?

Mit EU-Fertigung bleiben es in Summe 30 Prozent Grundförderung, ohne EU-Fertigung nur 15 Prozent. <cite index="4-9">Ab Q1 2027 erhalten Wärmepumpen mit EU-Ursprung 15 Prozentpunkte Wertschöpfungsbonus, alle anderen nur 15 Prozent Grundförderung.</cite>

Der Unterschied ist kein Rundungsfehler. <cite index="13-10">Bei 28.000 Euro Förderhöchstkosten sind das rund 4.200 Euro weniger als bei einem vergleichbaren EU-Gerät.</cite> Das ist genau das Argument, das im Beratungsgespräch zieht, wenn der Kunde beim Kaufpreis nur auf das billigste Import-Gerät schaut.

Denk aber daran: Der Wertschöpfungsbonus ist nur ein Baustein. Er kombiniert sich mit Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus. <cite index="5-7">Anders als beim alten Recht sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus jetzt halbjährlich weiter, auf 12 Prozent ab Februar 2027, 8 Prozent ab August 2027, 4 Prozent ab Februar 2028 und schließlich 0 Prozent ab dem 1. August 2028.</cite> Der Einkommensbonus ist gestaffelt: <cite index="8-1">Bis 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen beträgt er 40 Prozent, bei über 30.000 bis 40.000 Euro liegt er bei 30 Prozent und bis 50.000 Euro gibt es 10 Prozent.</cite>


Welche Wärmepumpen gelten als EU-gefertigt?

Entscheidend ist der Fertigungsort des konkreten Modells, nicht die Konzernmarke. Das ist der wichtigste Punkt, den du im Beratungsgespräch verstanden haben musst.

<cite index="13-12">Die Konzernherkunft spielt keine Rolle, entscheidend ist der Fertigungsort des konkreten Geräts.</cite> Anders gesagt: <cite index="4-8">Dieselbe Marke kann je Modell EU- und Nicht-EU-Werke haben.</cite> Deshalb gilt die eiserne Regel: pro Modell prüfen, nicht pro Marke.

Und noch eine Falle: <cite index="4-6,4-7">„Made in Europe" ist nicht gleich „in der EU gefertigt". Wärmepumpen aus Schottland, Großbritannien oder der Türkei sind europäisch produziert, zählen aber seit dem Brexit nicht zur EU.</cite>

Zur groben Orientierung nach aktuellem Stand: <cite index="13-9">Belegte EU-Fertigung haben unter anderem Bosch (Aveiro, Eibelshausen, Tranås), Vaillant (Remscheid, Skalica, Nantes), Stiebel Eltron (Holzminden), NIBE (Markaryd) und Ochsner (Österreich, Deutschland).</cite> Bei anderen Herstellern kommt es aufs Modell an: <cite index="13-13,13-14,13-15">Daikin fertigt die Altherma-Reihen in EU-Werken, unter anderem in Belgien, Tschechien und Polen, Panasonic die Aquarea in Pilsen. Diese Geräte könnten den Bonus erhalten. Beide Hersteller importieren aber auch Serien aus Asien, die dann nicht qualifizieren würden.</cite>

Pro Modell prüfen, nicht pro Marke. Wer das im Beratungsgespräch sauber trennt, verkauft die richtige Anlage und vermeidet böse Überraschungen bei der Auszahlung.


Wertschöpfungsbonus im Vergleich: EU-Gerät vs. Nicht-EU-Gerät ab 2027

Ab Q1 2027 trennt die Herkunft zwei ansonsten identische Anlagen deutlich. Die folgende Tabelle fasst zusammen, was du deinem Kunden auf den Tisch legen kannst.

KriteriumWärmepumpe mit EU-FertigungWärmepumpe ohne EU-Fertigung
Grundförderung ab Q1 202715 %15 %
Wertschöpfungsbonus+ 15 Prozentpunktekein Bonus
Fördersatz Basis (Summe)30 %15 %
Differenz bei 28.000 € KostenReferenzrund 4.200 € weniger
Kombinierbar mit Klima- und Einkommensbonusjaja
Herkunftsnachweis nötigjaentfällt
BeispielherstellerBosch, Vaillant, Stiebel Eltron, NIBE, Ochsnerje Modell zu prüfen

Wichtig für die Einordnung: Der genaue Startzeitpunkt und die Nachweisregeln sind noch nicht in jedem Detail fixiert. <cite index="6-3">Der genaue Starttermin, die abschließende Herkunftsabgrenzung und die Nachweisregeln stehen noch aus.</cite> Kommuniziere Q1 2027 also als gesetzten Rahmen, die Feinheiten als „kommt noch".


Was bedeutet die EU-Fertigungspflicht für die systemische Sanierung?

In der systemischen Sanierung wird die EU-Herkunft ab 2027 sogar zur harten Fördervoraussetzung, nicht nur zum Bonus. Das ist ein Unterschied, der leicht übersehen wird.

<cite index="10-10,10-11">In der systemischen Sanierung ab Q1 2027 gilt: Wird eine neue Wärmepumpe installiert, sind deren Ausgaben nur förderfähig, wenn die Wärmepumpe ihren Ursprung in der EU hat. Die Herkunft wird damit auch in BEG WG und BEG NWG zu einer Fördervoraussetzung.</cite>

Für dich heißt das konkret: Bei Einzelmaßnahmen (BEG EM) bringt EU-Fertigung mehr Zuschuss. Bei der systemischen Sanierung über Kredit mit Tilgungszuschuss entscheidet die Herkunft dagegen über die Förderfähigkeit der Wärmepumpe überhaupt. Wer hier ein Nicht-EU-Gerät plant, riskiert, dass die Anlagenkosten komplett aus der Förderung fallen. Das musst du in der Angebotsphase abklären, bevor der Kunde unterschreibt.


Ab wann gilt der Wertschöpfungsbonus und wie sicher ist er?

Der Bonus greift ab dem ersten Quartal 2027, der Prozentsatz steht fest, die Ursprungsdefinition noch nicht komplett. <cite index="13-17,13-18">Er ist beschlossen. Nummer 8.4.6 der seit dem 21.07.2026 geltenden BEG-Förderrichtlinie gewährt ihn ab Quartal 1 2027 mit 15 Prozentpunkten.</cite>

Für die Antragslogik gilt weiterhin der bekannte Grundsatz: <cite index="11-6,11-7">Für die Förderhöhe gilt der Zeitpunkt der Antragstellung. Der Förderantrag für die neue Wärmepumpe muss vor Beginn der Installation gestellt werden.</cite> Das ist dein stärkstes Timing-Argument gegenüber unentschlossenen Kunden: Wer heute plant, sichert sich die aktuell höhere Kombination aus Bausteinen, bevor der Klimageschwindigkeitsbonus weiter absinkt.

Zur Einordnung der Marktlage, ohne die genauen Details zu überhöhen: <cite index="16-16">Die verbindlichen Details will die Bundesregierung im zweiten Halbjahr 2026 veröffentlichen.</cite> Behandle den Bonus also im Gespräch als gesetzten Rahmen und weise offen darauf hin, dass Nachweisformalitäten noch konkretisiert werden.


Wie nutzt du den Wertschöpfungsbonus im Beratungsgespräch?

Der Wertschöpfungsbonus ist ein Verkaufsargument, kein Bürokratie-Thema. Wer ihn souverän erklärt, positioniert sich als Berater statt als reiner Monteur.

So machst du daraus einen Vorteil im Termin:

  1. 1Herkunft zum festen Punkt der Bedarfsaufnahme machen. Klär direkt, ob EU-Fertigung Bonus oder Pflicht ist (Einzelmaßnahme vs. systemische Sanierung).
  2. 2Modell statt Marke prüfen. Halte eine aktuelle Übersicht EU-gefertigter Geräte deines Sortiments bereit und zeige sie im Gespräch.
  3. 3Den Preisvergleich ehrlich aufmachen. Ein günstiges Import-Gerät kann durch den verlorenen Bonus teurer werden. Rechne den Einzelfall vor.
  4. 4Timing-Argument setzen. Frühzeitige Planung sichert die heute höhere Bonus-Kombination, bevor der Klimageschwindigkeitsbonus weiter sinkt.
  5. 5Ehrlich bei offenen Details bleiben. Sag klar, was fix ist (15 Prozentpunkte, Q1 2027) und was noch kommt (Nachweisregeln).

Genau solche Gespräche entscheiden über deine Abschlussquote. Das Problem der meisten Fachbetriebe ist aber nicht die Beratung, sondern der Nachschub an passenden Anfragen. Wenn ein Interessent bei dir landet, der schon grundsätzlich zur Wärmepumpe entschlossen ist, kannst du das Herkunfts-Argument voll ausspielen. Genau dafür liefern wir mit exklusiven, telefonisch vorqualifizierten Anfragen die Basis, damit du deine Beratungszeit auf ernsthafte Kaufinteressenten konzentrierst und nicht auf Preis-Touristen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Referenzen und Kundenstimmen.

Der Wertschöpfungsbonus macht Beratung zum Wettbewerbsvorteil. Betriebe, die Herkunft und Förderung sicher erklären, gewinnen die Aufträge, die andere über den Preis verlieren.


Fazit: Herkunft wird zum Förderkriterium, Beratung zum Verkaufsargument

Ab Q1 2027 entscheidet die Herkunft der Wärmepumpe mit über die Förderhöhe: 30 Prozent für EU-Geräte mit Wertschöpfungsbonus, 15 Prozent für Nicht-EU-Geräte. In der systemischen Sanierung wird EU-Fertigung sogar zur Fördervoraussetzung. Für dich als Fachbetrieb ist das eine Chance, dich als kompetenter Berater zu positionieren, die richtigen Geräte zu verkaufen und deine Abschlussquote zu erhöhen.

Damit du dieses Wissen auf möglichst viele kaufbereite Interessenten anwenden kannst, brauchst du planbaren Anfragennachschub. Wir von Anfragenfluss in Freiburg betreuen über 270 Fachbetriebe und haben über 2.000 Vor-Ort-Termine ermöglicht, mit exklusiven, telefonisch vorqualifizierten Anfragen statt geteilter Portal-Leads. Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch prüfen, wie viele passende Wärmepumpen-Anfragen in deiner Region realistisch sind. Jetzt Erstgespräch anfragen oder direkt deinen Anfragen-Bedarf konfigurieren.

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