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Markt & Recht·04. September 2026·8 Min. Lesezeit

CO2-Preis 2026: So machst du Gas und Öl zum Verkaufshebel für die Wärmepumpe

Der CO2-Preis bewegt sich 2026 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. So nutzt du steigende Gas- und Ölkosten als konkretes Verkaufsargument für die Wärmepumpe.

CO2-Preis 2026: So machst du Gas und Öl zum Verkaufshebel für die Wärmepumpe

Der CO2-Preis für fossile Brennstoffe liegt 2026 in einem gesetzlich festgelegten Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 und wird erstmals per Auktion ermittelt statt zu einem Festpreis. Für dich als SHK- oder Heizungsbetrieb ist das kein trockenes Regulierungsthema, sondern ein handfestes Verkaufsargument: Jede Gas- und jede Ölheizung wird planbar teurer, während die Wärmepumpe von der nationalen CO2-Bepreisung ausgenommen ist. Wenn du den CO2-Preis in konkrete Euro pro Jahr übersetzt und deinem Kunden schwarz auf weiß zeigst, wird aus einem abstrakten Klimathema ein Rechenbeispiel, das den Auftrag auslöst. Genau dafür brauchst du zwei Dinge: die richtigen Zahlen und einen stetigen Strom an qualifizierten Anfragen, mit denen du dieses Argument überhaupt an den richtigen Haushalten platzieren kannst.


Was ist der CO2-Preis 2026 und wie hoch ist er?

Der CO2-Preis 2026 bewegt sich in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 und ersetzt damit den bisherigen Festpreis. <cite index="7-6,7-7">Die Versteigerung löst im Jahr 2026 die bisherige Festpreisphase von 2021 bis 2025 im nationalen Emissionshandel ab. Dann gilt ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2.</cite>

Das ist der entscheidende Wechsel: Bis 2025 stand der Preis pro Tonne fest im Gesetz. <cite index="6-3,6-4">Im Jahr 2026 werden die Emissionszertifikate im nationalen Emissionshandel erstmals versteigert. Die Versteigerungen an der Leipziger Energiebörse EEX finden nach aktuellen Planungen ab Anfang Juli mindestens einmal wöchentlich statt.</cite> Der konkrete Preis bildet sich also am Markt, bleibt aber durch den Korridor nach oben gedeckelt.

Wichtig für deine Argumentation gegenüber Kunden: <cite index="16-13">Im Jahr 2026 kann die CO2-Abgabe bei Gas bis zu 1,55 Cent pro kWh und bei Öl bis zu 20,70 Cent pro Liter ausmachen, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.</cite> Das sind keine abstrakten Zahlen mehr, sondern Beträge, die auf der nächsten Jahresabrechnung deines Kunden stehen.

55–65 €
Korridor CO2-Preis pro Tonne (2026)
20,7 ct
mögliche CO2-Last pro Liter Heizöl
1,55 ct
mögliche CO2-Last pro kWh Erdgas

Wie entwickelt sich der CO2-Preis nach 2026?

Der Korridor gilt voraussichtlich auch 2027, danach wird es marktbasiert und für Verbraucher deutlich unkalkulierbarer. <cite index="16-4,16-5,16-6,16-7">Die Bundesregierung will die für 2027 eigentlich vorgesehene Erhöhung des CO2-Preises aussetzen. Am 12. August 2026 hat das Kabinett eine entsprechende Änderung am BEHG auf den Weg gebracht. Damit würde die CO2-Abgabe auf Heizöl, Gas, Diesel und Benzin im Jahr 2027 auf demselben Niveau wie 2026 bleiben, also in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne.</cite>

Ab 2028 endet die Sicherheit des Korridors. <cite index="4-14,4-15">Ab 2028 ersetzt das EU-ETS 2 das BEHG. Dann können die Energiepreise, zum Beispiel für Gas, aufgrund des europaweit marktbasierten Emissionshandels stärker schwanken.</cite> Prognosen für die Zeit danach gehen deutlich nach oben: <cite index="11-9,11-10">Das Kopernikus-Projekt Ariadne schätzt den CO2-Preis im Jahr 2030 auf 120 Euro pro Tonne, das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln geht sogar von 151 Euro pro Tonne aus.</cite>

Der Korridor 2026/2027 ist die ruhige Phase vor dem Anstieg. Wer jetzt umstellt, sichert sich planbare Kosten, bevor der freie Markt ab 2028 zuschlägt.

Das ist dein stärkstes Framing im Gespräch: Der Kunde entscheidet nicht über 2026, er entscheidet über die nächsten 15 bis 20 Jahre Heizungslaufzeit. Und in diesem Zeitraum kennt der CO2-Preis nur eine Richtung.


Warum ist die Wärmepumpe vom CO2-Preis ausgenommen?

Die Wärmepumpe läuft mit Strom und nicht mit fossilen Brennstoffen, deshalb fällt auf ihren Betrieb keine nationale CO2-Bepreisung nach dem BEHG an. <cite index="9-6">Wer auf Heizsysteme ohne nationale CO2-Bepreisung, etwa Wärmepumpen, oder auf E-Mobilität umsteigt, spart sich diese Kosten.</cite>

Das gilt sinngemäß auch für andere erneuerbare Wärmequellen. <cite index="5-12">Wenn Heizsysteme ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien betrieben werden, etwa mit grünem Strom, Pellets oder Biomethan, fällt auf den biogenen Anteil bei nachgewiesener Nachhaltigkeit kein CO2-Preis an.</cite>

Für dein Verkaufsgespräch heißt das: Während Gas und Öl beim CO2-Preis Jahr für Jahr draufzahlen, entkoppelt sich die Wärmepumpe von genau diesem Kostenblock. Das ist kein moralisches Argument, sondern ein betriebswirtschaftliches, und genau so solltest du es auch platzieren.


CO2-Preis 2026: Gas vs. Öl vs. Wärmepumpe im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die CO2-Last der drei Heizarten im Überblick. Sie ist als Gesprächsgrundlage für deine Beratung gedacht, nicht als exakte Einzelfallberechnung.

KriteriumGasheizungÖlheizungWärmepumpe
CO2-Preis 2026 (nationaler EH)fällt anfällt anfällt nicht an
CO2-Last (Richtwert)bis ca. 1,55 ct/kWhbis ca. 20,7 ct/Liter0 (kein fossiler Brennstoff)
Beispiel-Jahreskosten CO2Gasheizung 20.000 kWh: ca. 263–311 €Ölheizung 2.000 l: ca. 349–412 €0 €
Kostenrichtung ab 2028steigend (freier Markt)steigend (freier Markt)vom CO2-Preis entkoppelt
Rolle im VerkaufsgesprächKostenrisikoKostenrisikoArgument pro Umstieg

Die Beispielwerte in der Tabelle stammen aus veröffentlichten Modellrechnungen: <cite index="15-12,15-13">Ein Einfamilienhaus mit 2000 Litern Heizölverbrauch zahlt 2026 zwischen 349 und 412 Euro CO2-Kosten jährlich, bei Gasheizungen entstehen bei 20.000 kWh Verbrauch CO2-Kosten von 263 bis 311 Euro pro Jahr.</cite> Über eine Heizungslaufzeit von 15 bis 20 Jahren und bei steigendem Preis ab 2028 summiert sich das zu einem erheblichen Betrag, den ein Wärmepumpenbesitzer schlicht nicht zahlt.


Wie setzt du den CO2-Preis konkret als Verkaufshebel ein?

Der CO2-Preis wirkt im Verkauf, wenn du ihn in vier Schritten in dein Gespräch einbaust. So machst du aus einer Regulierung ein Kaufargument.

  1. 1Ist-Kosten sichtbar machen. Bitte den Kunden um seine letzte Gas- oder Ölabrechnung. <cite index="2-6">Wenn dein Kunde eine Rechnung vom Gasanbieter bekommt, muss darin stehen, welche CO2-Kosten enthalten sind und wie hoch der Emissionsfaktor ist.</cite> Diese Zeile ist dein Einstieg.
  2. 2Zukunft hochrechnen. Zeig, dass der Korridor 2026/2027 die günstige Phase ist und der Preis ab 2028 marktbasiert steigt. Der Kunde entscheidet für die gesamte Laufzeit, nicht für ein Jahr.
  3. 3Wärmepumpe als Entkopplung positionieren. Nicht als teures Öko-Produkt, sondern als Weg raus aus einem Kostenblock, der nur eine Richtung kennt.
  4. 4Förderung gegenrechnen. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung fördern zum Teil genau den Umstieg. <cite index="15-5,15-6">Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem unter anderem der Austausch alter Öl- und Gasheizungen gegen moderne Wärmepumpen gefördert wird.</cite>

Der Haken an dieser Argumentationskette: Sie funktioniert nur, wenn du überhaupt mit den richtigen Haushalten sprichst. Ein Kunde mit einer 20 Jahre alten Ölheizung und hohem Verbrauch ist ein völlig anderer Gesprächspartner als jemand mit einer drei Jahre alten Brennwerttherme. Genau hier trennt sich planbares Wachstum von Zufall.


Wie kommst du an die passenden Wärmepumpen-Anfragen?

Der beste CO2-Pitch nützt nichts ohne Kunden, die aktuell über einen Heizungstausch nachdenken. Der Engpass der meisten Fachbetriebe ist nicht das Argument, sondern der Zugang zu vorqualifizierten Anfragen. Das Thema CO2-Preis erzeugt bei Öl- und Gasheizungsbesitzern genau in diesem Moment einen konkreten Anlass, sich beraten zu lassen. Diese Nachfrage musst du systematisch zu dir lenken, statt auf Empfehlungen zu warten.

Genau hier setzen wir an: Bei Anfragenfluss generieren wir über Werbeanzeigen und eigene Kampagnen Anfragen von Eigentümern mit fossiler Heizung und qualifizieren sie telefonisch vor, bevor sie bei dir landen. Du bekommst exklusive Kontakte, keine an fünf Betriebe parallel verteilten Sammelanfragen. So triffst du im Erstgespräch bereits auf Menschen, die den Umstieg ernsthaft prüfen, und dein CO2-Argument fällt auf fruchtbaren Boden.

Wir haben bislang über 270 Fachbetriebe betreut, arbeiten aktuell mit mehr als 180 Kunden zusammen und haben über 2.000 Vor-Ort-Termine für Betriebe im PV-, Wärmepumpen-, SHK- und Elektrobereich ermöglicht. Unser Ansatz aus exklusiven, telefonisch vorqualifizierten Anfragen sorgt dafür, dass dein Team seine Zeit in echte Verkaufsgespräche steckt und nicht ins Hinterhertelefonieren.


Der CO2-Preis ist 2026 kein politisches Randthema, sondern dein stärkstes Kostenargument für die Wärmepumpe. Damit dieses Argument Umsatz bringt, brauchst du einen planbaren Strom an Eigentümern mit fossiler Heizung, die jetzt handeln wollen. Genau das liefern wir dir: Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch deine Situation ansehen und prüfen, wie viele qualifizierte Anfragen in deiner Region realistisch sind. Starte über unseren Konfigurator oder nimm direkt Kontakt auf. Je früher du den CO2-Preis als Verkaufshebel nutzt, desto mehr Heizungstausche gehen an dich statt an den Wettbewerb.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der CO2-Preis 2026?

Der CO2-Preis liegt 2026 in einem gesetzlich festgelegten Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Erstmals wird der konkrete Preis per Auktion an der Leipziger Energiebörse EEX ermittelt und nicht mehr wie bis 2025 als Festpreis vorgegeben.

Fällt auf die Wärmepumpe ein CO2-Preis an?

Nein. Die Wärmepumpe läuft mit Strom statt mit fossilen Brennstoffen und ist deshalb von der nationalen CO2-Bepreisung nach dem BEHG ausgenommen. Wer von Gas oder Öl auf eine Wärmepumpe umsteigt, spart sich diese Kosten dauerhaft.

Was kostet der CO2-Preis 2026 pro Liter Heizöl und pro kWh Gas?

Nach veröffentlichten Modellrechnungen kann die CO2-Abgabe 2026 bei Öl bis zu rund 20,7 Cent pro Liter und bei Gas bis zu etwa 1,55 Cent pro kWh betragen, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Ein Einfamilienhaus mit 2.000 Litern Heizöl zahlt so grob 349 bis 412 Euro CO2-Kosten im Jahr.

Wie entwickelt sich der CO2-Preis nach 2026?

Für 2027 ist voraussichtlich weiter der Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne vorgesehen. Ab 2028 löst das europäische EU-ETS 2 das nationale System ab, die Preise bilden sich dann am freien Markt und können stärker schwanken. Prognosen für 2030 reichen bis etwa 120 bis 151 Euro pro Tonne.

Wie nutze ich den CO2-Preis als Verkaufsargument für die Wärmepumpe?

Zeig dem Kunden die CO2-Zeile auf seiner Gas- oder Ölabrechnung, rechne die Kosten über die Heizungslaufzeit hoch und positioniere die Wärmepumpe als Entkopplung von einem steigenden Kostenblock. Kombiniert mit der Förderung aus dem Klima- und Transformationsfonds wird aus dem CO2-Preis ein konkretes Kaufargument.

Wie komme ich als SHK-Betrieb an mehr Wärmepumpen-Anfragen?

Über gezielte Werbeanzeigen und eigene Kampagnen lassen sich Eigentümer mit fossiler Heizung ansprechen, die durch den steigenden CO2-Preis einen konkreten Anlass zum Umstieg haben. Anfragenfluss generiert solche Anfragen, qualifiziert sie telefonisch vor und liefert sie exklusiv an einen Betrieb, statt sie an mehrere parallel zu verteilen.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.