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Markt & Recht·18. August 2026·7 Min. Lesezeit

GModG 2026: Neue Verkaufsargumente für SHK-Betriebe statt Wärmepumpen-Zwang

Das GModG kippt die 65-Prozent-Pflicht und bringt Technologieoffenheit. Was das für deine Kundengewinnung als SHK- oder Heizungsbetrieb bedeutet.

GModG 2026: Neue Verkaufsargumente für SHK-Betriebe statt Wärmepumpen-Zwang

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat die pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungseinbau gestrichen und die freie Heizungswahl zurückgebracht. Für dich als SHK- oder Heizungsbetrieb heißt das: Der "Wärmepumpen-Zwang" als Verkaufsargument ist weg, an seine Stelle tritt die Beratung. Wer jetzt Anfragen gewinnt, argumentiert nicht mehr mit dem Gesetz, sondern mit Wirtschaftlichkeit, Förderung, CO2-Risiko und der ab 2029 startenden Bio-Treppe. Das ist ein Vorteil, denn ein technologieoffener Markt braucht genau den Fachbetrieb, der ehrlich rechnet statt nur eine Lösung zu verkaufen.

<cite index="8-1,8-2,8-3">Das Gebäudemodernisierungsgesetz wurde im Bundesgesetzblatt verkündet, die wesentlichen Neuregelungen gelten ab dem 29. Juli 2026.</cite> <cite index="5-4,5-5">Es ersetzt das von der Ampelregierung novellierte Gebäudeenergiegesetz, das durch strenge Vorgaben an neue Heizungen als Heizungsgesetz bekannt wurde und für Unsicherheit sowie Unmut sorgte.</cite> Genau diese jahrelange Verunsicherung deiner Kunden ist jetzt dein Türöffner: Wer im Heizungskeller wieder Wahlfreiheit hat, sucht Orientierung. Und Orientierung liefert kein Portal, sondern der Fachbetrieb.


Was ändert sich durch das GModG konkret?

Die zentrale Änderung: Eigentümer dürfen wieder frei entscheiden, welche Heiztechnik sie einbauen. <cite index="8-5,8-6">Die gesetzliche Vorgabe eines einheitlichen Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien entfällt, und Eigentümer können selbst entscheiden, ob sie neben Wärmepumpe, Fernwärmeanschluss, hybriden Modellen oder Biomasseheizung weiterhin auch Gas- und Ölheizungen einbauen.</cite>

Für deine Kundengewinnung sind vor allem diese Punkte relevant:

  • Freie Technologiewahl: Wärmepumpe, Hybrid, Fernwärme, Biomasse und fossile Heizung stehen gleichberechtigt zur Auswahl. Du berätst, statt eine gesetzlich erzwungene Lösung zu verkaufen.
  • Kein Betriebsverbot mehr: <cite index="10-14,10-15">Das absolute Betriebsverbot für Öl- und Gasheizungen ab 2045 wird gestrichen, fossile Heizungen können also auf unbestimmte Zeit weiterlaufen, sofern sie funktionieren.</cite>
  • Entkopplung von der Wärmeplanung: <cite index="10-6">Ein Heizungstausch darf nun vollständig entkoppelt von der Wärmeplanung der Städte und Gemeinden stattfinden.</cite>
  • Keine neue Austauschpflicht: Funktionierende Bestandsheizungen dürfen weiter betrieben und repariert werden.

Der "Wärmepumpen-Zwang" war nie ein gutes Verkaufsargument. Ein Kunde, der gezwungen wird, kauft misstrauisch. Ein Kunde, der frei wählt, kauft überzeugt.


Was ist die Bio-Treppe und warum ist sie dein neues Argument?

Die Bio-Treppe ist eine ab 2029 stufenweise steigende Pflicht, neu eingebaute Gas- und Ölheizungen anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen zu betreiben. Sie ersetzt die 65-Prozent-Regel als Steuerungsinstrument und ist dein stärkstes sachliches Argument im Beratungsgespräch.

<cite index="19-1">Neue Gas- und Ölheizungen müssen einen zunehmenden Anteil biogener Brennstoffe oder Wasserstoff nutzen: ab 2029 mindestens 10 Prozent, ab 2030 mindestens 15 Prozent, ab 2035 mindestens 30 Prozent, ab 2040 mindestens 60 Prozent.</cite> <cite index="22-13,22-14">Die Pflicht trifft dabei den Eigentümer des Gebäudes und nicht die Gasversorger; ist der Eigentümer nicht der Betreiber, trifft sie den Betreiber.</cite>

Wichtig für deine Beratung: <cite index="24-16,24-17">Ab 2029 müssen alle seit Inkrafttreten des Gesetzes neu eingebauten fossilen Heizungen einen Mindestanteil klimafreundlicher Brennstoffe einsetzen, unabhängig vom genauen Einbaujahr, und der Anteil steigt danach weiter.</cite> Wer sich also heute noch für eine reine Gasheizung entscheidet, ist ab 2029 trotzdem betroffen.

Der wirtschaftliche Hebel dahinter: Grüne Brennstoffe sind teurer. <cite index="17-2,17-3">Ab 2029 schreibt das Gesetz teurere Brennstoffe vor und erhöht deren Anteil schrittweise bis 2040, wobei Biomethan und synthetische Brennstoffe nur begrenzt verfügbar und in der Industrie gefragter sind als im Heizungskeller.</cite> Zusammen mit steigenden CO2-Preisen entsteht daraus ein klares Wirtschaftlichkeitsargument, das du sachlich und ohne Panikmache vortragen kannst.


Für wen lohnt sich jetzt welche Heizung? Deine Beratungsmatrix

Es gibt keine pauschale Antwort mehr, und genau das ist die Chance für Fachbetriebe. Die folgende Tabelle fasst zusammen, welches System für welchen Kundentyp naheliegt. Sie ersetzt keine Einzelfallberatung, sondern hilft dir, im Erstgespräch schnell zu sortieren.

KriteriumWärmepumpeHybrid (WP + Gas/Öl)Neue Gas-/Ölheizung
Gesetzlich zulässigJaJaJa
Bio-Treppe ab 2029 betroffenNeinTeilweiseJa, steigend bis 60 % (2040)
CO2-Preis-RisikoSehr geringMittelHoch, steigend
Förderung (BEG/KfW)HochAnteiligNein
Sinnvoll beigutem Dämmstandard, NeubauSanierung in Etappen, hoher VorlauftemperaturÜbergangslösung, sehr geringes Budget
Beratungsaufwand für dichhochhochmittel

Beispielrechnung (rein illustrativ, keine Zusicherung): Ein Einfamilienhaus mit neuer Gasheizung müsste ab 2029 rund 10 Prozent grüne Brennstoffe beimischen. Ausgehend von einem Aufpreis für Biomethan gegenüber fossilem Erdgas ergeben sich in der ersten Stufe überschaubare Mehrkosten pro Jahr, die mit jeder Bio-Treppen-Stufe steigen. Rechne diesen Pfad für deinen Kunden konkret durch, statt mit Pauschalzahlen zu arbeiten.


Was bedeutet das für deine Kundengewinnung und dein Marketing?

Kurz gesagt: Die Nachfrage bleibt, aber die Argumentation verschiebt sich von "Pflicht" zu "Beratung". Das verändert, welche Anfragen du brauchst und wie du sie gewinnst.

Von der Angst-Anfrage zur Entscheidungs-Anfrage

In der GEG-Ära kamen viele Anfragen aus Verunsicherung und Fristdruck. Diese Dringlichkeit fällt teilweise weg. Dafür kommen jetzt qualifiziertere Interessenten, die eine echte Entscheidung treffen wollen und Beratung suchen. Für dich heißt das: Die reine Menge an Anfragen zählt weniger, die Qualität und Vorqualifizierung zählt mehr.

Warum breite Werbebotschaften nicht mehr reichen

Ein pauschales "Jetzt Wärmepumpe, bevor das Gesetz kommt" funktioniert nicht mehr, weil das Gesetz keinen Zwang mehr ausübt. Erfolgreiche Werbeanzeigen für Fachbetriebe setzen jetzt auf Wirtschaftlichkeit, Förderhöhe und Planungssicherheit. Der Kern deiner Botschaft: "Wir rechnen ehrlich, welche Heizung für Ihr Haus die günstigste über 15 Jahre ist." Das ist glaubwürdiger und filtert Preis-Touristen heraus.

Portal oder eigene Lead-Generierung?

Gerade jetzt lohnt der Blick auf die Anfragenquelle. Portale verteilen dieselbe Anfrage oft an mehrere Betriebe, was in einem beratungsintensiven Markt zu Preiskämpfen führt. Exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen dagegen bringen dir Interessenten, die zu deiner Region, Leistung und Kapazität passen. Wenn du wissen willst, wie sich das für deinen Betrieb rechnet, hilft ein Blick in unsere Referenzen und Kundenstimmen.


Wie sieht die Förderung nach dem GModG aus?

Die staatliche Förderung für klimafreundliche Heizungen bleibt ein zentrales Verkaufsargument, wird aber zeitkritischer. <cite index="15-3,15-4">Ab dem 21. Juli 2026 gilt eine neue, sozial gestaffelte Förderung, deren Höchstbeträge ab Februar 2027 nach einem festen Zeitplan alle sechs Monate weiter sinken.</cite>

Das ergibt für deine Ansprache einen klaren Zeitvorteil: Wer jetzt entscheidet, sichert sich noch die höheren Fördersätze. <cite index="16-3">Wirtschaftlich betrachtet ist es ein guter Zeitpunkt für eine Wärmepumpe, weil die Förderung zeitkritischer wird, aber erstmal auf hohem Niveau bleibt, während fossile Energien durch steigende CO2-Kosten langfristig teurer werden.</cite> Genau diese Kombination aus sinkender Förderung und steigenden fossilen Kosten ist dein sachliches Dringlichkeitsargument, ohne dass du mit einem Gesetzeszwang drohen musst.

270+
betreute Fachbetriebe
2.000+
vermittelte Vor-Ort-Termine
180+
zufriedene Kunden

Diese Zahlen aus unserer Arbeit bei Anfragenfluss zeigen: In einem beratungsintensiven Markt gewinnen die Betriebe, die exklusive und vorqualifizierte Anfragen bekommen, statt sich geteilte Portalkontakte mit fünf Wettbewerbern zu teilen.


Was solltest du jetzt operativ tun?

Kurz: Argumentation umstellen, Beratungsprozess schärfen, Anfragenquelle prüfen. Die drei wichtigsten Schritte:

  1. 1Verkaufsargumente aktualisieren: Raus mit "gesetzlicher Zwang", rein mit Wirtschaftlichkeit, Bio-Treppe, CO2-Preis und Förderfenster. Schule dein Vertriebs- und Beratungsteam auf die neue Faktenlage.
  2. 2Beratung als Differenzierung nutzen: Der technologieoffene Markt belohnt den Betrieb, der ehrlich rechnet. Baue eine einfache Vergleichsrechnung auf, die du im Erstgespräch zeigen kannst.
  3. 3Anfragenqualität sichern: Prüfe, ob deine aktuellen Anfragen zu deiner Kapazität und Region passen. Exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen reduzieren Leerlauf und Preisdruck.

Technologieoffenheit ist kein Nachfrage-Killer. Sie ist der Grund, warum Kunden jetzt einen Fachbetrieb brauchen, der berät statt nur verkauft.

Der Markt hat sich nicht verkleinert, er hat sich verschoben. Wer die neue Argumentation beherrscht und die richtigen Anfragen bekommt, gewinnt in einem technologieoffenen Umfeld mehr Aufträge als im alten Pflicht-Regime.


Nächster Schritt: Lass uns gemeinsam prüfen, wie viele passende, exklusiv vorqualifizierte Anfragen dein Betrieb im technologieoffenen Markt realistisch gewinnen kann. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine Region, deine Kapazität und dein aktuelles Marketing an. Vereinbare jetzt dein Gespräch über Kontakt oder starte direkt mit dem Konfigurator. Standort Freiburg, aber deutschlandweit für PV-, Wärmepumpen-, SHK- und Elektrobetriebe im Einsatz.

Häufige Fragen

Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?

Das GModG ist die Novelle, die das Gebäudeenergiegesetz (GEG, umgangssprachlich Heizungsgesetz) ablöst. Es macht die Heizungswahl technologieoffen, streicht die pauschale 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien und führt stattdessen eine Grüngasquote und die Bio-Treppe als CO2-Reduktionspfad ein. Die wesentlichen Neuregelungen gelten ab dem 29. Juli 2026.

Ist die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien wirklich weggefallen?

Ja. Die gesetzliche Vorgabe eines einheitlichen Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung entfällt mit dem GModG. Eigentümer können wieder frei entscheiden, ob sie eine Wärmepumpe, Fernwärme, eine Hybrid- oder Biomasseheizung oder weiterhin eine Gas- oder Ölheizung einbauen.

Was ist die Bio-Treppe und welche Prozentstufen gelten?

Die Bio-Treppe ist eine ab 2029 stufenweise steigende Pflicht, neu eingebaute Gas- und Ölheizungen anteilig mit klimafreundlichen Brennstoffen zu betreiben. Die Stufen betragen mindestens 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Die Pflicht trifft den Gebäudeeigentümer, nicht den Gasversorger.

Darf man nach dem GModG noch neue Gas- oder Ölheizungen einbauen?

Ja, neue Gas- und Ölheizungen bleiben erlaubt. Allerdings unterliegen sie ab 2029 der Bio-Treppe und tragen ein steigendes CO2-Preis-Risiko. Für viele Kunden ist deshalb eine Wärmepumpe oder Hybridlösung wirtschaftlich die bessere Wahl, auch wenn fossile Technik rechtlich zulässig bleibt.

Bricht die Nachfrage nach Wärmepumpen durch den Wegfall des Zwangs ein?

Nein, sie verschiebt sich. Die Argumentation wechselt von Pflicht zu Beratung: Wirtschaftlichkeit, Förderhöhe, CO2-Preis und Bio-Treppe werden zu den entscheidenden Verkaufsargumenten. Da die Förderung zeitkritischer wird und fossile Kosten langfristig steigen, bleibt die Wärmepumpe für viele Häuser attraktiv, wird aber über Fakten statt über einen Paragrafen verkauft.

Wie sollten SHK-Betriebe ihre Kundengewinnung an das GModG anpassen?

Betriebe sollten ihre Verkaufsargumente von gesetzlichem Zwang auf Wirtschaftlichkeit, Förderfenster und Bio-Treppe umstellen, den Beratungsprozess als Differenzierung schärfen und ihre Anfragenquelle prüfen. In einem beratungsintensiven, technologieoffenen Markt lohnen sich exklusive, telefonisch vorqualifizierte Anfragen mehr als mehrfach verteilte Portalkontakte.

Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?

Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.