Google Ads für Photovoltaik: Keywords, Klickpreise, Kosten
Was Google Ads für Solarteure wirklich kosten: Keywords, Klickpreise und Kosten pro Anfrage mit Budgetrechnung für Aufdach-PV, Speicher und Gewerbe.

Google Ads lohnt sich für Photovoltaik-Betriebe, wenn du auf Suchanfragen mit Kaufabsicht setzt, Klickpreise und Abschlussquote sauber durchrechnest und Anfragen telefonisch vorqualifizierst. Die Kosten pro Anfrage ergeben sich nicht aus einem Pauschalwert, sondern aus drei Stellschrauben: Klickpreis, Conversion-Rate der Landingpage und Qualität der Anfrage. Wer nur auf den Preis pro Klick schaut, verbrennt Budget. Wer die Kosten pro Vor-Ort-Termin und pro Auftrag misst, kann Google Ads planbar skalieren.
Die Marktzahlen zeigen, warum der Wettbewerb um Suchanfragen hart ist: Laut Solarserver ist die installierte Solarleistung in Deutschland auf 128 GWp gestiegen. Der BSW-Solar meldet für das erste Halbjahr 2026 laut Solarserver einen Zubau von 7,4 Gigawatt. Der Markt ist also groß, aber er ist auch voll von Anbietern, die um dieselben Klicks bieten.
Was kostet Google Ads für Photovoltaik-Betriebe?
Die Kosten setzen sich aus Werbebudget, Betreuung und Landingpage zusammen, und das Werbebudget ist der größte Block. Pauschale Klickpreise für „Photovoltaik“ gibt es nicht, weil der Preis in jeder Auktion neu entsteht. Google beschreibt den durchschnittlichen CPC in der Google-Ads-Hilfe als Gesamtkosten der Klicks geteilt durch die Anzahl der Klicks. Er hängt von Gebot, Anzeigenqualität, Region und Wettbewerb ab.
Realistisch planst du in drei Blöcken:
- 1Mediabudget: Das Geld, das direkt an Google geht. Hier entscheidet sich, wie viele Klicks du bekommst.
- 2Kampagnenbetreuung: Aufbau, Keyword-Pflege, Anzeigentexte, Auswertung. Intern oder über eine Agentur.
- 3Landingpage und Tracking: Ohne saubere Conversion-Messung (Formular, Anruf, Konfigurator) lernt Google nichts.
Ein häufiger Fehler: Betriebe starten mit einem zu kleinen Budget und brechen nach vier Wochen ab. Smart Bidding braucht Daten. Nach Angaben aus der Fachliteratur empfiehlt Google je nach Strategie mindestens rund 15 bis 30 Conversions pro Monat, damit der Algorithmus sinnvoll optimieren kann. Bei wenigen Anfragen pro Monat bleibt die Kampagne im Blindflug.
Welche Keywords funktionieren bei Photovoltaik?
Am besten funktionieren Keywords, bei denen der Suchende schon vergleicht oder anfragen will, nicht solche, bei denen er sich nur informiert. Die Suchintention entscheidet über Anfragequalität und Klickpreis.
Keyword-Gruppen nach Kaufnähe
| Gruppe | Beispiele | Kaufabsicht | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Anbieter mit Ortsbezug | „Photovoltaik Anbieter Freiburg“, „Solarteur in meiner Nähe“ | sehr hoch | Kern der Kampagne |
| Angebot und Preis | „Photovoltaik Angebot“, „PV Anlage Kosten Einfamilienhaus“ | hoch | Mit Preisrechner oder Konfigurator |
| Kombination | „Photovoltaik mit Speicher“, „PV Wärmepumpe Kombination“ | hoch | Eigene Anzeigengruppe |
| Gewerbe | „Photovoltaik Gewerbedach“, „PV Anlage Firma Halle“ | hoch, kleine Menge | Eigene Kampagne und Landingpage |
| Information | „Wie funktioniert Photovoltaik“, „Solar Förderung“ | niedrig | Meist ausschließen oder nur testen |
Negative Keywords sparen echtes Geld
Ohne Ausschlussliste landen Klicks von Jobsuchenden, Bastlern, Mietern und Leuten, die Balkonkraftwerke suchen. Pflege deshalb laufend negative Keywords wie „Ausbildung“, „Stellenangebot“, „selber bauen“, „gebraucht“, „Steckersolar“, sofern du diese Zielgruppe nicht bedienst. Prüfe wöchentlich den Suchbegriffbericht. Das ist die günstigste Optimierung, die es gibt.
Wie hoch sind Klickpreise und Kosten pro Anfrage?
Die Kosten pro Anfrage sind der Klickpreis geteilt durch die Conversion-Rate, und beide Werte schwanken stark nach Region und Segment. Nimm deshalb keine Branchenpauschale, sondern rechne mit deinen eigenen Werten aus den ersten Wochen.
Die Formel lautet: CPL = CPC ÷ Conversion-Rate. Bei einem CPC von 4 € und einer Conversion-Rate von 5 Prozent wären das 80 € pro Anfrage. Steigt die Conversion-Rate durch eine bessere Landingpage auf 8 Prozent, sinkt der CPL bei gleichem CPC auf 50 €. Das ist ein reines Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, die Definition des CPC findest du in der Google-Ads-Hilfe.
Zwei Hebel wirken fast immer stärker als ein günstigerer Klick:
- Landingpage: Klare Nutzenversprechen, regionaler Bezug, wenige Formularfelder, sichtbare Referenzen und Bewertungen.
- Anzeigenqualität: Relevante Anzeigentexte senken über den Qualitätsfaktor langfristig den effektiven Klickpreis.
Wie sieht die Budgetrechnung für Aufdach-PV, Speicher und Gewerbe aus?
Du rechnest vom Auftragswert rückwärts: Wie viel darfst du für einen Auftrag ausgeben, damit die Marge stimmt? Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel mit frei gewählten Annahmen, keine Marktwerte und keine Zusage. Ersetze alle Werte durch deine eigenen Zahlen.
| Kennzahl (Beispiel) | Aufdach-PV | Speicher-Nachrüstung | Gewerbeanlage |
|---|---|---|---|
| Angenommener CPC | 4 € | 3 € | 6 € |
| Angenommene Conversion-Rate | 5 % | 6 % | 3 % |
| Rechnerischer CPL | 80 € | 50 € | 200 € |
| Anfrage zu Termin | 40 % | 40 % | 30 % |
| Kosten pro Termin | 200 € | 125 € | 667 € |
| Termin zu Auftrag | 25 % | 30 % | 20 % |
| Kosten pro Auftrag | 800 € | 417 € | 3.333 € |
| Hinweis | Alle Werte sind frei gewählte Rechenannahmen; CPC-Definition laut Google-Ads-Hilfe |
Lies die Tabelle so: Das Ergebnis ist nicht „Google Ads kostet 800 € pro Anlage“, sondern: Mit diesen Annahmen zahlst du 800 € Werbekosten für einen Auftrag. Setzt du das ins Verhältnis zu Deckungsbeitrag und Lebenszeitwert des Kunden (Speicher, Wallbox, Wärmepumpe später), siehst du, ob die Kampagne trägt.
Nicht der Klickpreis entscheidet, ob Google Ads funktioniert, sondern die Kosten pro Auftrag im Verhältnis zu deiner Marge.
Mindestbudget realistisch planen
Rechne rückwärts: Wie viele Aufträge pro Monat willst du zusätzlich? Teile diese Zahl durch deine Termin-zu-Auftrag-Quote, dann durch die Anfrage-zu-Termin-Quote. So kennst du die nötige Anfragenzahl und damit das Budget. Wer für wenige Aufträge nur ein sehr kleines Budget einsetzt, bekommt zu wenige Conversions für das Lernen der Gebotsstrategie.
Google Ads, Lead-Portale oder Lead-Agentur: Was passt wann?
Google Ads gibt dir Kontrolle und eigene Daten, Lead-Portale liefern schnell Volumen mit geteilten Anfragen, und eine Lead-Agentur kombiniert Werbung, Vorqualifizierung und Prozess. Welche Option passt, hängt von Kapazität, Know-how und Anspruch an die Anfragenqualität ab.
| Kriterium | Google Ads in Eigenregie | Lead-Portale | Lead-Agentur mit Vorqualifizierung |
|---|---|---|---|
| Kontrolle über Botschaft | hoch | gering | hoch |
| Exklusivität der Anfrage | ja | oft nein, mehrere Anbieter | ja |
| Eigenes Know-how nötig | hoch | gering | gering |
| Aufwand im Betrieb | hoch (Pflege, Tracking) | mittel (Schnelligkeit im Kontakt) | gering |
| Skalierbarkeit | gut, mit Daten | abhängig vom Portal | gut |
| Datenhoheit | bei dir | beim Portal | bei dir |
Mehr zum Thema Anfragen findest du auf unseren Seiten zu Photovoltaik-Leads und Photovoltaik-Anfragen.
Welche Fehler kosten Solarteure bei Google Ads am meisten?
Die teuersten Fehler sind fehlendes Conversion-Tracking, zu breite Keywords und keine Nachbearbeitung der Anfragen. Dazu kommen die folgenden Klassiker:
- Kein Tracking: Ohne Messung von Formularen und Anrufen optimiert Google auf Klicks statt auf Anfragen.
- Broad Match ohne Ausschlüsse: Das Budget läuft in Informations- und Jobsuchen.
- Eine Startseite für alles: Besucher erwarten zur Suchanfrage passende Inhalte, sonst springen sie ab.
- Langsame Reaktion: Wer Anfragen erst nach einem Tag anruft, verliert gegen den Wettbewerber, der in Minuten reagiert.
- Keine Vorqualifizierung: Termine bei Mietern, ungeeigneten Dächern oder reinen Preisvergleichern kosten Monteur- und Vertriebszeit.
- Zu früh abbrechen: Änderungen an Budget oder Zielen lösen laut Fachquellen eine neue Lernphase aus. Ständiges Umstellen verhindert stabile Ergebnisse.
Warum die telefonische Vorqualifizierung den Unterschied macht
Ein kurzes Telefonat vor dem Termin klärt Eigentum, Dachsituation, Stromverbrauch, Zeitplan und Budgetrahmen. Damit fahren deine Monteure und Berater nur zu Interessenten, die realistisch kaufen können. In den Rechenbeispielen oben ist die Quote von Anfrage zu Termin der Hebel mit dem größten Einfluss auf die Kosten pro Auftrag.
Anfragenfluss betreut nach eigenen Angaben 270+ Betriebe, hat 180+ Kunden bedient und über 2.000 Vor-Ort-Termine begleitet. Die Anfragen sind exklusiv und telefonisch vorqualifiziert. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Case Study HOBA, Stimmen aus der Praxis findest du unter Kundenstimmen. Unser Vorgehen beschreiben wir im AFVQ-System.
Für wen lohnt sich Google Ads und für wen nicht?
Google Ads lohnt sich für Betriebe mit freier Montagekapazität, klarem Einzugsgebiet und der Bereitschaft, Anfragen schnell zu bearbeiten. Weniger sinnvoll ist es bei ausgebuchten Teams, sehr kleinem Gebiet mit wenig Suchvolumen oder fehlendem Vertriebsprozess.
Prüfe vor dem Start diese Punkte:
- 1Wie viele zusätzliche Aufträge kann dein Team pro Monat montieren?
- 2Wer ruft Anfragen innerhalb von Minuten zurück?
- 3Welchen Deckungsbeitrag hat ein Auftrag, und was ist dir ein Auftrag wert?
- 4Ist das Tracking für Formular, Anruf und Konfigurator eingerichtet?
- 5Gibt es getrennte Landingpages für Aufdach-PV, Speicher und Gewerbe?
Fazit: Erst rechnen, dann Budget freigeben
Google Ads ist für Solarteure ein starker Kanal, weil Kunden mit konkreter Kaufabsicht aktiv suchen. Die Kosten pro Anfrage sind aber nur die halbe Wahrheit. Entscheidend sind Kosten pro Termin und pro Auftrag, ein sauberes Tracking und eine schnelle, qualifizierende Nachbearbeitung. Trenne die Segmente, pflege negative Keywords, gib der Gebotsstrategie genug Daten und bewerte nach Aufträgen statt nach Klicks.
Du willst wissen, was bei dir realistisch ist? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir mit deinen Zahlen durch, welche Anfragenmenge und welche Kosten pro Termin in deinem Einzugsgebiet möglich sind. Starte direkt mit dem Konfigurator und lass deine Ausgangslage validieren, oder lerne uns zuerst über Über uns kennen.
Häufige Fragen
Was kostet Google Ads für einen Photovoltaik-Betrieb?
Es gibt keinen Pauschalpreis. Die Kosten setzen sich aus Mediabudget, Betreuung und Landingpage zusammen. Der Klickpreis entsteht laut [Google-Ads-Hilfe](https://support.google.com/google-ads/answer/14074?hl=de) in der Auktion und hängt von Gebot, Qualität und Wettbewerb ab. Rechne deshalb mit deinen eigenen Werten aus den ersten Kampagnenwochen.
Wie berechne ich die Kosten pro Anfrage bei Google Ads?
Teile das Werbebudget durch die Zahl der Anfragen oder den Klickpreis durch die Conversion-Rate. Wichtiger sind die Kosten pro Termin und pro Auftrag, weil sie die Qualität der Anfragen einbeziehen.
Welche Keywords sind für Solarteure am besten?
Keywords mit Kaufabsicht und Ortsbezug, etwa Photovoltaik Anbieter plus Stadt, Photovoltaik Angebot oder Photovoltaik mit Speicher. Reine Informationssuchen und Jobsuchen solltest du über negative Keywords ausschließen.
Wie viel Budget braucht Google Ads, damit es funktioniert?
Genug, damit regelmäßig Conversions entstehen. Laut [OMT](https://omt.de/google-ads/smart-bidding) werden je nach Gebotsstrategie rund 15 bis 30 Conversions pro Monat empfohlen. Rechne das Budget rückwärts aus der gewünschten Zahl an Aufträgen und deinen Quoten.
Google Ads oder Lead-Portal: Was ist besser für PV-Betriebe?
Google Ads bietet Kontrolle, Exklusivität und eigene Daten, erfordert aber Know-how und schnelle Bearbeitung. Lead-Portale liefern schnell Volumen, oft mit geteilten Anfragen. Eine Lead-Agentur mit Vorqualifizierung entlastet den Betrieb zusätzlich.
Warum ist telefonische Vorqualifizierung bei PV-Anfragen sinnvoll?
Sie filtert Mieter, ungeeignete Dächer und reine Preisvergleicher vor dem Termin heraus. Das senkt die Kosten pro Vor-Ort-Termin und schont Vertriebs- und Monteurzeit.
Mehr qualifizierte Anfragen für deinen Betrieb?
Im Validierungsgespräch zeigen wir dir, wie das AFVQ-System Vor-Ort-Termine in deinen Kalender bringt.